Der Link am Morgen:
Notizbuchblog

Notizbücher, Notizbücher, Notizbücher – über nichts anderes schreibt der Karlsruher Christian Mähler seit Mai ein schönes Blog unter der eindeutigen Adresse notizbuchblog.de. Als – bei allem Spaß am Digitalen – treue Freunde von Moleskine & Konsorten empfehlen wir die Lektüre wärmstens:

notizbuchblog.de

Hier erscheint jeden Morgen von Montag bis Freitag ein Link zu einem besonders lesenswerten Text rund ums Thema Produktivität. Viel Spaß bei der Lektüre!

In eigener Sache:
“Retweet” und “Share on Facebook”

Mit einem Mausklick jeden Artikel dieses Blogs via Facebook und Twitter kommentieren und weiterverbreiten: Das geht ab heute mit Knöpfen direkt am Textende.

Ein Klick, und schon bist Du bei Twitter oder Facebook und kannst einen Kommentar zum Link dieses Artikels hinzufügen: Wenn Du die Welt auf einen unserer Texte aufmerksam machen willst oder Deinen Followern zeigen, was sie verpassen, wenn sie uns nicht lesen …

Das geht inzwischen ganz einfach mit den beiden Knöpfen, die wir seit kurzem unter jedem Artikel einblenden: “Retweet” und “Share on Facebook”. Wer per Browser auf diesen Diensten sowieso gerade eingeloggt ist, kann mit nur zwei Klicks die Botschaft verbreiten. Das neue Feature schien uns angebracht, nachdem diese beiden Dienste derzeit den Trend zur Vernetzung anführen.

Grundsätzlich neu ist der Service übrigens nicht: Wir haben schon immer die Möglichkeit zum Verlinken/Anmelden/Versenden unserer Texte per simplem Mausklick angeboten – unter dem Text und nach der Werbung, mit dem Link “Merken/Email”, hinter dem sich rund 50 Social-Bookmarking- und andere Dienste verbergen, darunter die einfache E-Mail zum Weiterleiten unserer Texte. Einfach mal ausprobieren.

Der Link am Morgen:
Motivations-E-Book von Leo Babauta

Leo Babauta, von dem wir schon “Zen To Done” (ZTD) kennen, hat ein neues E-Book herausgebracht: The Essential Motivation Ebook, frei übersetzt also: Alles, was Du über Motivation wissen musst. Wie schafft man es, genügend Energie zu finden, um seine Ziele zu erreichen oder die unangenehmen Dinge des Lebens zu erledigen? Das soll das Buch in 25 Kapiteln auf 112 Seiten vermitteln. Die einzelnen Kapitel sind durchgehend pointiert geschrieben und geben häufig sehr konkrete Tipps – Leo preist das Buch auch als guten Begleiter für die Zen-To-Done-Methode an, schließlich sei es viel einfacher, so ein Organisationssystem durchzuhalten, wenn man motiviert ist.

Eine Auswahl der Kapitel aus dem Inhaltsverzeichnis:

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Der Link am Morgen:
Produktiv mit Android-Apps

Für das maßgeblich von Google vorangetriebene Betriebssystem Android (die Wikipedia erklärt’s) gibt es noch längst nicht so viele Apps wie für das iPhone – aber trotzdem sind natürlich auch schon welche dabei, die den Benutzer produktiver machen sollen. Dustin Wax von Lifehack.org hat ein paar Tage mit einem Android-Mobiltelefon herumgespielt und präsentiert nun zwölf seiner Meinung nach empfehlenswerte Produktivitäts-Apps – die ersten sechs Tipps sind gestern erschienen:

» 12 Free Android Apps to Help Get Things Done (Part 1) (lifehack.org)

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Planlos glücklich:
Dinge geregelt kriegen – ohne einen Funken Selbstdisziplin

Eigentlich wollten wir dieses Buch ja schon lange rezensiert haben, aber … dann schlug die Prokrastination zu. Nun hat Camilla es gelesen und stellt ihre Eindrücke vor.

Aus Notwehr, so schreiben Kathrin Passig und Sascha Lobo im Vorwort ihres Buches, haben sie “Dinge geregelt kriegen – ohne einen Funken Selbstdisziplin” (Affiliate-Link) geschrieben: aus Notwehr gegen eine ausufernde Literaturflut, die uns erklären will, wie wir immer besser organisiert, immer motivierter und disziplinierter leben – eine Literatur, die üblicherweise nur den Ausstieg aus dem gewöhnlichen Arbeitsleben als Gegenentwurf hat.

Herausgekommen ist bei der passig-lobo’schen Notwehr ein geistreiches, kurzweiliges, bisweilen bissiges Buch über Prokrastination, also das notorische Aufschieben und Liegenlassen von Dingen, und ihre Bewältigung oder, viel eher, Umgehung und bisweilen auch das gar nicht so unangenehme Leben mit ihr.

Es geht in diesem Buch gerade nicht um die Bewältigung der umfangreichen To-Do-Liste, sondern gerade darum, wie man möglichst ohne To-Do-Listen und Produktivitätssysteme klar kommt. Dazu dient vor allem eine Änderung der Haltung zum Thema Leistung: Nicht der Prokrastinierer ist falsch, sondern die überzogenen Ansprüche seiner Umwelt, die er vielleicht verinnerlicht hat. “Wir wollen das Leben so organisieren, dass man es nicht mehr organisieren muss”, heißt es im Vorwort, und weiter: “Das realistische Minimalziel ist, dass Sie dieses Buch lesen, in Ihrem Leben nichts ändern, sich aber besser fühlen als vorher.”

Statt sie zu verurteilen, erklären Passig/Lobo Prokrastination und Desorganisation zu einem Lebensstil, dessen Anhänger sie (wie sie beteuern, ganz ohne Hintergedanken) “LOBOs” (als Akronym aus “Lifestyle of Bad Organisation”) nennen.

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Der Link am Morgen:
Ortswechsel = Produktivität

Ortswechsel = Produktivität. Auf diese simple Formel kann man bringen, was Nico Luchsinger in seinem Blog beschreibt. Weil er bei seiner Abschlussarbeit nach Monaten in der Bibliothek nicht mehr weiterkam, seine Motivation für den immergleichen Tagesablauf auf dem Tiefpunkt war, beschloss er, für ein paar Tage lang den Ort zu wechseln. Eine Woche im Schweizer Bergort Filzbach wirkte Wunder: Das Lesen und Schreiben hatte sich gegenüber den Wochen zuvor nicht verändert und ging doch wieder leicht von der Hand. Zur Nachahmung empfohlen:

» Changing places (halbluchs.posterous.com)

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David Sedaris’ Tagebuch – und was es ihm bringt

Ein Tagebuch (das man auch gerne Journal nennen kann, um das Bild vom rosafarbenen, mit einem Schloss gesicherten Büchlein zu verscheuchen) kann eine große Hilfe bei der persönlichen Entwicklung sein: Mit etwas Abstand betrachtet werden Probleme, Ziele, schlechte und gute Gewohnheiten, Veränderungen deutlicher als nur aus der Erinnerung heraus. Und wer weiß, was noch daraus wird? Der Bestseller-Autor David Sedaris zum Beispiel bestreitet all seine Geschichten aus seinen Notizen:

„Ich glaube nicht, dass mein Leben aufregender ist als das anderer Leute. Ich denke, der einzige Unterschied zwischen mir und allen anderen ist … [er greift in seine Innentasche und holt einen kleinen Notizblock heraus] … ich schreibe Sachen auf. Das ist alles.“

Sachen aufschreiben. Immer ein guter Rat.

» Hüter des Absurden (freitag.de – mit Dank an Ronnie für den Link)

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Behalte Deine Vorsätze für Dich!

Wer eine schlechte Gewohnheit loswerden oder eine neue, gute lernen will, der kann sich positiven Druck schaffen, indem er sein Vorhaben möglichst öffentlich verkündet. Soweit die Theorie und der oft gehörte Rat. Dass es in der Praxis aber möglicherweise ganz anders ausschaut, erklärt Derek Sivers in seinem Blog. Das Problem (von mehreren Studien bestätigt) sei, dass schon die Ankündigung guter Vorsätze und großer Pläne für ein so gutes Gefühl sorge, dass die Motivation, die Sache auch tatsächlich anzupacken, geringer wird.

Ich halte beide Theorien für plausibel. Hat einer von Euch diese – oder die gegenteilige – Erfahrung gemacht?

» Shut up! Announcing your plans makes you less motivated to accomplish them. (sivers.org, gefunden bei Lifehacker)

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Zwischendurch produktiv

Das Idealbild des produktiven Arbeitens sieht für viele ungefähr so aus: Drei Stunden absolute Ruhe, keine eintreffenden E-Mails, keine hereinkommenden Kollegen, keine maunzende Katze, übersprudelnde Kreativität, Konzentration und “Flow”.

Tatsächlich kann man aber auch in den vielen kürzeren Momenten eines Tages produktiv sein. David Pierce hat bei Lifehack.org darum eine Liste mit zehn Punkten zusammengestellt, die man innerhalb von zehn Minuten erledigen kann:

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Wie man das innere Feuer löscht

Geld scheint ein guter Anreiz zu sein, etwas zu tun – wirkt aber meistens nicht langfristig, sondern motiviert nur für kurze Zeit.

Kennt Ihr die Geschichte über den alten Mann, der ständig von den Kindern geärgert wurde? Das ging ihm natürlich bald auf die Nerven, aber er hatte eine gute Idee. Als ihn die Kinder das nächste Mal ärgerten, sagte er zu ihnen: “Wenn ihr morgen wiederkommt und mich ärgert, dann gebe ich jedem von euch 1 Euro.”

Natürlich kamen die Kinder am nächsten Tag erneut und ärgerten ihn nach allen Regeln der Kunst. Da sagte er zu ihnen: “Wenn ihr morgen wieder kommt und mich ärgert, dann gebe ich jedem von euch 50 Cent.” Auch am nächsten Tag standen die Kinder wieder da und nervten. Da sagte der Mann: “Wenn ihr morgen wiederkommt und mich ärgert, dann gebe ich jedem 20 Cent.” Die Kinder sahen sich an, überlegten kurz und meinten dann: “Nee, für so wenig Geld machen wir das nicht.” Und der Mann hatte seine Ruhe.

Eine schöne Geschichte, die zeigt, wie man Menschen demotivieren kann, und wie wenig Geld als Motivator wirkt. Rein rational hätten die Kinder den Mann natürlich weiter ärgern müssen. Immerhin hätten sie so ihr “Einkommen” steigern können. Glücklicherweise funktionieren wir aber nicht immer rein rational, sondern haben auch noch Werte, Einstellungen und einfach auch ein wenig Menschliches in uns.

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