Ablage im Griff (3):
Mappei und Classei

Beim Briefumschlaghersteller «Reinhard Schmidt GmbH» sorgte sich der Mitarbeiter Egon Heimann vor rund 50 Jahren um fehlende Effizienz bei der Ablage. Er untersuchte die Arbeitsabläufe und entwickelte wenig später ein neuartiges System von Mappen, um Dokumente aufzubewahren: der Ursprung der heutigen Systeme Mappei und Classei.

Orga-Mappen, alphabetisch sortiert

Orga-Mappen, alphabetisch sortiert

Im letzten Teil unserer Ablageserie beschäftigten wir uns mit dem Quasi-Standard (abgesehen von den guten alten Ordnern) im deutschsprachigen Raum, den Hängeregistern. Heute schauen wir die ausgefeilteren Mappensysteme von Mappei und Classei an, die sich unter anderem bei den Getting-Things-Done-Freunden einiger Beliebtheit erfreuen, aber auch in größeren Firmen zur Anwendung kommen. Was ist das Besondere an diesen Mappen?

Zwei Hersteller in Deutschland

In Deutschland gibt es zwei Hersteller der von Egon Heimann entwickelten Mappen. Die Firma Mappei wurde bereits 1965 gegründet und fertigt ihr System in Deutschland selber. Für Mappei war Erfinder Heimann bis Ende der 1970er Jahre tätig, bevor er das Unternehmen verließ und die Firma Classei gründete. Beide Unternehmen arbeiten mit verblüffend ähnlichen Systemen, bei denen sich auf den ersten Blick nur die Namen unterscheiden:

  • Die Mappen heißen bei Classei Orga-Mappen, bei Mappei Ordnungsmappen (im weiteren Verlauf nenne ich sie einfach Mappen oderEi-Mappen)
  • Die Kennzeichnungsschilder heißen bei Mappei Selbstklebe-Reiter, bei Classei Orga-Tabs (im weiteren Verlauf einfach Schildchen)

Classei und Mappei haben sich jedoch für unterschiedliche Servicelevel bei der Betreuung ihrer Kunden entschieden: Bei Mappei steht am Anfang eine Analyse der Situation im Rahmen eines Hausbesuchs durch einen geschulten Vertreter. Bei Classei ist solch ein Hausbesuch zwar möglich, aber nicht unbedingt. Zu den Unterschieden zwischen beiden Anbietern werden wir in einem späteren Artikel mehr sagen, wenn wir im Einzelnen auf Erfahrungen mit diesen Mappen-Systemen eingehen.

Die Ei-Mappen benutzen

Die Mappei- und Classei-Mappen stehen aufrecht in Ordnern, Boxen oder Schachteln (siehe Abb. 2 in der Bildergalerie) und sind standfest, so dass sie keine Hängeschienen benötigen. Es gibt dünne Mappen für wenige Dokumente und dickere für umfangreichere Bündel, außerdem transparente. Mit selbstklebenden Schildchen können sie leicht gekennzeichnet werden.

Galerie: Die Mappen im Einsatz
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Wie richtet man eine Mappe üblicherweise ein?

  1. Neue Mappe greifen
  2. Selbstklebendes Schildchen beschriften (siehe Bild 3 der Galerie)
  3. Schildchen ankleben (Bild 4)
  4. Mappe einsortieren (Bild 5)

Man braucht also Mappen, selbstklebende Schildchen und Stehordner oder Boxen, und schon kann man loslegen. Auf die Vorteile der Mappen gehen wir jetzt der Reihe nach ein.

Übersichtlichkeit

Die Mappen lassen sich mit den selbstklebenden Schildchen leicht kennzeichnen. Dadurch erreicht man eine sehr klare, transparente Gliederung (siehe Bild 1 oder 6 in der Galerie), unabhängig davon, ob man sich für die alphabetische, numerische oder alpha-numerische Ordnung entscheidet.

Je eindeutiger die Ablage unterteilt und beschriftet ist, desto weniger blättert man in seinen Unterlagen. Das Rumstöbern und Suchen wird vermieden, da man bereits auf den ersten Blick von außen erkennt, worum es sich handelt. Das Ganze ist natürlich auch teamfähig – ein Kriterium, das aber eigentlich alle Ablagesysteme erfüllen, so man sich denn einmal gemeinsam auf einen allgemeingültigen Kanon der Ablage festgelegt hat. Einigt man sich mit seinen Kollegen auf bestimmte Farben der selbstklebenden Schildchen für bestimmte Kategorien, erleichtert das die schnelle Zuordnung immens. Ich benutze zu Hause beispielsweise folgende Unterteilung:

  • Rosa für Personenbezogenes
  • Weiß für Finanzen
  • Blau für Bedienungsanleitungen und Rechnungen
  • Orange für alle anderen Verträge, z.B. Miete, Wohnungskauf etc.

Denkbar ist im Büro zum Beispiel eine farbliche Unterteilung nach PLZ-Gebieten oder nach Dienstleistungen. Schön ist auch, wie unkompliziert es ist, seine Ablage zu erweitern: Beide Systemanbieter haben viele Farben im Angebot.

Schnelligkeit

Legt man seine Dokumente in “Ei-Mappen” ab, findet man sie sehr schnell, da sie nicht abgeheftet sind. Es empfiehlt sich, die Mappen fein zu unterteilen, idealerweise nur wenige Blatt Papier pro Mappe. Und wenn man vergessen hat, wie man ein Projekt genannt hat, ist das auch kein Problem. Da alle Schildchen jederzeit zu sehen sind, ist das gesuchte Projekt trotzdem schnell gefunden. Und weil nichts abgeheftet wird, geht auch das Ablegen von Dokumenten sehr schnell, deutlich schneller als beispielsweise bei Heftern oder Ordnern: Finden und Öffnen ist schneller, Lochen und Einheften entfällt.

Ganz besonders spürt man das daran, wie häufig man sich um die Ablage kümmert. Das kennen wir wohl alle: Unterlagen wie Briefe, Scans, Zeitungsartikel, Notizen flattern auf den Schreibtisch und landen erstmal auf einem Stapel. Dieser Stapel wächst und wächst und wächst. Genau diese Stapel sind aber das Hauptproblem und erstes Kampfziel, wenn man sich mit Methoden wie Getting Things Done oder Zen to Done beschäftigt. Das Problem ist, dass die Stapel den Kampf nicht aufgeben. Kaum hat man sie bekämpft, entstehen sie sofort neu. Ein Grund dafür: Das Ablegen der Dokumente in Ordnern ist mühsam und zeitraubend, deswegen schieben wir alle es gerne vor uns her. Nicht so bei den Ei-Mappen:

  • Passende Mappe identifizieren
  • Halb aus Stehordner herausholen
  • Dokument rein
  • Fertig!

Platzeinsparung

Mappei- und Classei-Mappen sind platzsparend. Sie brauchen definitiv weniger Platz als Hefter, und sie sind wegen der fehlenden Hängeschienen schlanker als Standard-Hängemappen (siehe Bild 7 und 8 der Galerie). Die Stehordner passen in alle handelsüblichen Regale, aber es sind auch Einsätze für Schränke erhältlich. Ein weiterer Vorteil: Die Mappen lassen sich leicht mitnehmen und passen viel besser als Hefter und Hängemappen in handelsübliche Aktenkoffer oder Laptoptaschen.

Beurteilung

Anhand unseres Beurteilungssystems ergibt sich folgendes Urteil über Ei-Mappen:

  • Immer in Reichweite: Ja – Ei-Mappen kann man überall hinlegen, auch die Boxen passen gut auf Schreibtische. Alles ist wegen der übersichtlichen Beschriftung mit Reitern gut auffindbar.
  • Genug Platz für neue Dokumente: Ja – flexibel und sehr einfach erweiterbar.
  • Flexibel und umsortierbar: Ja – das bislang beste System in dieser Hinsicht.
  • Kosten: Die Mappen von Classei oder Mappei sind das wohl teuerste Ablagesystem. Der Preis liegt im Premiumbereich: Einstiegssets für Privatpersonen oder Freiberufler am Anfang ihrer Karriere kriegt man ab 125 Euro. Beide Systeme sind beliebig erweiterbar.
  • Schnell Dokumente wiederfinden: Ja – so schnell findet man in keinem anderen System etwas, selbst wenn man den Projektnamen vergessen hat.

Als Fazit bleibt festzustellen: Die Mappen der Anbieter Mappei und Classei sind das bislang beste System, von dem ich gehört habe. Wie bei jedem System ist der Einstieg am Anfang mit Arbeit verbunden (bis man alle seine Dokumente abgelegt hat), danach ist es spielend einfach, alles wieder zu finden oder neue Mappen anzulegen. Ja, es macht sogar Spaß!

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Alle bisher erschienenen Artikel der Serie “Ablage im Griff“:

 

Gregor Groß

Gregor Gross

Gregor Gross

Gregor Groß kam im Jahre des Herrn 1973 zur Welt, kurze Zeit nach dem Tode Bruce Lees. Ob es dabei wirklich zu einer Seelenwanderung kam, ist bis heute ungeklärt. Keine vierunddreißig Jahre später jedenfalls führte ihn sein Weg über einen asiatischen Zwischenstopp nach Brisbane, Australien, wo er Vertrauen in seine kreativen Fähigkeiten fasste.

Seitdem interessiert sich Gregor für Kreativität (darüber bloggt er auf www.denkpass.de) und dafür, wie man Aufgaben richtig organisiert und delegiert, ohne die Kreativität seiner Mitarbeiter zu behindern. Über dies und ähnliche Themen bloggt er hier auf imgriff.com.

Ansonsten versucht Gregor, tagsüber in einer seiner Firmen (alpha-board.de macht Elektronik-Design und Fertigungsservice, mashamo.de exklusive Kinder- und Babymode ohne Kitsch und Schnörkel, lieblingskaro.de Kinderzimmer-Ausstattung, Bettwäsche und Spielzeug im Karo-Look) möglichst viel zu lächeln und dabei kompetent zu wirken, prokrastiniert am liebsten mit Baseballstatistiken und Tageszeitungen und bildet sich Gottweisswas auf seinen Risotto ein.

Sonntagmorgens, wenn ihn seine Söhne um 5:32 Uhr unsanft wecken, wünscht er sich ein Zeitmanagement, das ihm Zeit zum Schlafen verschafft.

Gregor ist via Kontaktseite zu erreichen.

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27 Kommentare

  1. Seit ich vor 1 1/2 Jahren alles auf Classei umgestellt habe (was – zugegeben – ein langes Wochenende gekostet hat) finde ich jedes Dokument auf Anhieb und habe keine Papiere mehr auf dem Schreibtisch liegen. Ein Traum :-)

  2. Tönt interessant, der Preis ist es aber eher nicht. Gibt es da noch andere Anbieter oder ähnliche Systeme?

  3. Vielen Dank für die gute Beschreibung.

    Eine generelle Frage habe ich: Wie geht Ihr mit Dokumenten um, die nicht im laufenden Zugriff benötigt werden (z.B. eigene Zertifikate/Diplome, Versicherungsscheine, Kontoeröffnungsunterlagen) bzw. wo die Projekte (wie z.B. ein Seminar) abgeschlossen sind? Wandern die in einen Standard-Ordner oder belasst Ihr diese auch im Mappei/Classei-System? Dazu habe ich bisher keine Aussage gefunden. Und ich bin gerade dabei, meine noch etwas chaotische Ablage neu zu ordnen und organisieren…

  4. @Mario: Ich habe mal geschaut, es gibt sogar noch günstigere Angebote. Das billigste Einsteigerset fängt bei ca. 25 Euro an. Damit wird man aber wohl kaum sein gesamtes Privat- und Berufsleben komplett “ablegen” können.

    @Olaf: Gute Frage! Ich habe meine Zeugnisse da mitten drin eingeparkt. Weiß ja nicht, wann ich sie brauche. Alte Projekte, die definitiv nie wieder an den Start gehen, könnte man extra ablegen – in einem eigenen Stehordner eigens für “Alte Projekte” oder “Projekt-Leichen”.

  5. Der größte Vorteil des Systems ist m. E. nach die tatale Skalierbarkeit. Ich habe Mappen, da ist genau ein Blatt Papier drin.

    Ein weiterer Vorteil ist, dass mir das System hilft, gegen den “inneren Schweinehund” anzukämpfen: Denn wenn sich in einer Standardmappe zu viele Blätter ansammeln, funktioniert das nicht mehr so richtig. Und dann habe ich einen guten Grund, die älteren Papiere (etwa Rechnungen oder Versicherungsunterlagen eines Autos, das schon längst auf dem Schrottplatz ist) einfach wegzuwerfen.

    @Olaf:
    Hängt vom Umfang ab. Manche Vorgänge will oder darf ich noch nicht wegwerfen, brauche sie aber nicht im Zugriff. Die wandern dann in einen Leitzordner. Andere bleiben einfach in den Standordnern. Hängt auch vom Platz ab, den du zur Verfügung hast.

  6. Ein großer Vorteil von dem System mit den Einstellmappen sind die individuellen Nutzungsmöglichkeiten. Ich würde auf keinen Fall die älteren oder abgeschlossenen Vorgänge aus den Einstellmappen herausnehmen und dann in Ringordner abheften. Hierbei geht zum einen der Zeitvorteil der ungelochten und ungeheften Ablageform verloren, zum Anderen ist das System der Einstellmappen auch besonders im “Archiv” geeignet (durchgängiges System über alle Arbeitsschritte hinweg erspart die “Umsortierung”). Man kann hierbei z. B. durch eine Leitkarte (gliedert Aktengruppen und trennt diese optisch voneinander) eine Untergliederung nach Jahren oder nach erledigten und aktiven Vorgängen vornehmen. Das übersichtliche und farblich gegliederte Ordnungssystem mit den Einstellmappen lässt sich somit über die verschiedenen Bearbeitungsschritte hinweg durchgängig nutzen.

  7. » Michael: Stimmt, ein guter Grund, die Dokumente, die man tatsächlich zwar noch aufheben, aber nicht mehr anfassen muss, z.B. in Ordnern abzuheften, kann aber schlicht Platzbedarf sein.

    Zwar mögen die Einstellmappen in vielen Fällen weniger Platz brauchen als ein Ordner, trotzdem kann nicht jeder unbeschränkt Platz für Stehsammler in der Nähe des Schreibtisches schaffen. Und weil eine Ablage in Griffweite sein sollte, um die Benutzung einfach zu machen, muss ich mich da z.B. beschränken: Archiv-Sachen sind in Archivboxen in der Abstellkammer.

  8. @ Florian Steglich: Das Argument des Platzbedarfes kann ich so nicht ganz nachvollziehen. Die Einstellmappen samt Ordnungsboxen lassen sich nicht nur direkt am Arbeitsplatz aufbewahren, sondern sind auch in Schränken, Regalen u. ä. zu verstauen. Auf Bild 7 in der Fotostrecke erkennt man gut den Platzvorteil des Systems mit Einstellmappen im Vergleich zu Ringordnern.

    Zumindest von MAPPEI ist mir bekannt, dass dort spezielle Archivschachteln für die Einstellmappen angeboten werden. Somit hat man selbst im Archiv noch die Möglichkeit auf die farbliche und alphabetische/numerische Kennzeichnung zurück zu greifen.

  9. » Michael: Klar, man kann auch einfach Einstellmappen an zwei Orten aufbewahren (ich habe wie gesagt auch Mappen in Archivboxen), aber das ist dann für manche sicher auch eine Preisfrage. Steuerunterlagen, die man gesetzlich aufheben muss, aber sehr, sehr sicher nicht mehr ansieht, muss man nicht zwingend in den schönen Einstellmappen belassen :)

  10. Das ist eine gute Idee mit den Archivboxen. Die werde ich mir mal anschauen. In der Tat ist es aber so, dass ich auch die alten Steuerunterlagen einfach in einem Leitzordner habe, der hinten im Schrank steht. Ich finde, das geht beides.

  11. Ich will erstmal mein privates Zeug organisieren. Brauch ich da wirklich das Business Set dazu um loslegen zu können? 125 EUR finde ich ganz schön viel.

    Reicht auch erstmal das “Basic Set” oder “Privat Ordner” für 35,50 EUR?

  12. Es hängt natürlich auch davon ab, wie viel Schriftgut zu organisieren ist und in welcher Form. Falls die Terminübersicht organisiert werden soll, gibt es z. B. auch Wiedervorlagesets. Ansonsten kann es sich bei kleineren Mengen zu organisierenden Vorgängen auch lohnen, sich ein Set aus Einzelprodukten individuell nach den Bedürfnissen zusammen zu stellen. Hierbei ist es dann natürlich sinnvoll, sich kurz beraten zu lassen.

  13. @Stefan: Ich denke, das solltest Du mal probieren mit einem Basic Set. Es ist ja erweiterbar, und wenn es nicht reicht, kannst Du immer noch nachlegen.

    Und zuhause beraten lassen oder anrufen und nachfragen ginge ja auch noch.

  14. @gregor:
    wie lief das bei dir mit der persönlichen beratung bei deiner mappei-bestellung ab?
    auf den ersten blick erscheint mir die angedeutete “vor ort”-analyse für privathaushalte reichlich überdimensioniert. den mappei-kundenservice in allen ehren, aber wenn man bspw. über ein ordnungsvolumen von 1-10 aktenordnern im privaten bereich nachdenkt, wirkt selbst ein persönliches telefongespräch mit jedem kunden noch zu aufwändig.
    wenn ich als kunde weiß, was ich will, dann möchte ich nicht unbedingt noch zeit für ein beratungsgespräch mit einem vertriebler “opfern” – schließlich geht es ja hier um zeiteinsparung … ;)

  15. @Jens:
    Wenn man weiß, was man will, ist ein Beratungsgespräch sicherlich nicht notwendig. Ich denke, dass man das MAPPEI-Angebot als wählbare Zusatzleistung ansehen sollte, falls man eben nicht genau weiß, was man benötigt. Auch bei MAPPEI können die Produkte ohne vorherige Beratung nach einer Registrierung direkt über den Internetshop bestellt werden. Für eine richtig sinnvolle Benutzung im großen Stil ist eine Beratung allerdings sicherlich angebracht.

  16. @jens: Wie das bei mir mit der Beratung ablief, wird Teil eines Artikels. Aktuell war ich nur Zuschauer, denn die Beratung hat mehr meiner Frau gegolten (der ihr unter http://twitter.com/kindermode folgen könnt).

    Ich würde sagen, es hat sich gelohnt. Wie Michael aber sagt, brauchst Du das nicht unbedingt. Du kannst bei beiden Herstellern auch einfach drauf los bestellen ;-)

  17. @michael, gregor: vielen dank für die antworten. diese 2 unterschiedlichen optionen sind für mich nur nur konsequent. dass eine beratung für unternehmen oder benutzer im grossen stil ein sinnvolles angebot sind, sehe ich absolut auch so.

  18. die gelben teile auf bild 5 sind aber keine selsbtklebereiter oder?
    ich finde die mappei website im ganzen etwas verwirrend, kann mir jemand sagen was der unterscheid zweischen aktionsmappe und ordnungsmappe ist?

    gruß ablagefreak :)

  19. @ablagefreak:

    Die “gelben Teile” auf Bild 5 sind tatsächlich keine Selbstklebereiter, sondern Beschriftungsläufer (so heißen Sie zumindest bei MAPPEI). Hierbei handelt es sich um mehrfach beschriftbare Kunststoffreiter, die auf Aktionsmappen verschiebbar anzubringen sind. Bei Aktionsmappen handelt es sich im Gegensatz zu den Standard-Ordnungsmappen um Ordnungsmappen aus Kunststoff (Polypropylen). MAPPEI hat als Ziel den Kunden gemäß Ihren Bedürfnissen individuelle Lösungen anzubieten. Dies ist wohl der Grund, warum man auf der Internetseite nicht sofort eine passende Standardlösung findet. Die Mitarbeiter von MAPPEI sind aber erfahrungsgemäß sowohl telefonisch als auch bei Bedarf vor Ort sehr gern behilflich!

  20. hey mcihael,

    danke für die schnelle antwort :)
    passen die kuststoffreiter denn nur auf die aktionsmappen?
    besteht denn ausser dem material auch ein unterschied in der vorgesehenen verwendung?
    der name “aktionsmappe” verwirrt mich da etwas. grade solche details werden auf der mappei seite leider verschwiegen :<

    ich beschäftige mich erst seit kurzem mit dem versuch mein papierchaos in ordnung zu bringen und mit manchen, scheinbar verwaltungstechnischnen begriffen wie "vorgang", kann ich noch nichts anfangen.

    gruß

  21. Hallo Ablagefreak,

    die Kunststoffreiter (Beschriftungsläufer) passen standardmäßig nur auf die Aktionsmappen. MAPPEI bietet allerdings als Zubehör auch eine selbstklebende Läuferschiene, mit der Beschriftungsläufer auch in anderen Mappen verwendet werden können. Im Rahmen des MAPPEI-Systems sind die Aktionsmappen für Vorgänge (kann alles mögliche sein, z. B. Notizen zu imgriff.com) vorgesehen, die nicht dauerhaft aufbewahrt werden müssen. Die Kunststoffreiter und somit die gesamte Mappe können nach Abschluss einer Aktion dann wieder neu beschriftet und wieder verwendet werden.

  22. Hallo,
    einige Fragen zu diesem System, aber auch grundsätzlich zum Ablegen:

    -entsprechen diese Mappen den GTD-Mappen, genannt Einstellmappen(in der deutschen Übersetzung), d.h. sind damit tatsächlich Mappen gemeint, in die nur Blätter lose gelegt werden? Ich kann mir dass gar nicht vorstellen,- dass dies zu einem langfristigen Archiv führt, wo nicht die Blätter dann doch rumfliegen. In dem Buch sprechen die auch von “abheften”.

    - David Allen spricht ja davon, dass er ein einziges A-Z System mit den Mappen führt. Bedeutet das, das man auch Notarverträge, Versicherungsverträge, d.h. all die wichtigen Unterlagen nach A-Z ablegt, einfach so neben den vielen langfristig unwichtigen Sachen, z.B. Zeitungsartikel, Schriftverkehr, Prospekten ect.

    Muss man dann jedes Jahr die Mappen durchgehen und raustun, was man nicht Archivieren muss/möchte.Ich unterliege bei meiner Ablage den Ablagefristen des Gesetzgebers.

    -Und wie benutze man das A-Z ablegen am besten? z.B. nach Oberbegriff wie Versicherungen… unter V und dann Unterkategorien für die Versicherungsarten bzw. Versicherungsgesellschaften
    Oder legt man es gleich nach den verschieden Gesellschaften bzw. Arten ab…hat dann aber nicht das Gesamtthema zusammen.

    - Kann man das Ablegen nach GTD auch mit Leitzordner bzw. Ösenheftern realisieren, wo die Sachen eingeheftet sind?

    Danke für Eure Info.
    Grüße

  23. Hallo Gisela,

    das sind ja eine Menge Fragen!

    Grundsätzlich empfehle ich vor einer Neuorganisation der Ablage den Kontakt mit einem Organisationsberater zu suchen. Ich weiß z. B., dass die Organisationsberater von MAPPEI bei Bedarf sogar ins Büro kommen und eine kostenlose Beratung durchführen (http://mappei.de/kontakt/…rtrieb-aussendienst/).

    Es handelt sich bei dem vorgestellten System tatsächlich um eine Lösung mit Einstellmappen mit einer Losen-Blatt-Ablage. Dies ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig (wenn man es noch überhaupt nicht kennt), aber die Erfahrung zeigt, dass es keineswegs zu rumfliegenden Blättern führt. Es gibt aber auch Möglichkeiten, in den Mappen mit Heftungen zu arbeiten. Hierbei ist eine individuelle Beratung auf jeden Fall sinnvoll.

    Das System von MAPPEI arbeitet mit Themenblöcken, d. h. dass man innerhalb einer Farbe nach unterschiedlichen Bereichen unterteilen kann. Diese Unterteilung wird mit Hilfe von Leitkarten gekennzeichnet. So kann man z. B. einen Bereich Notarverträge anlegen, in dem dann die einzelnen Verträge alphabetisch, aber zusätzlich mit Begriffen (z. B. Notarnamen) organisiert werden können. Für die “unwichtigen” Sachen würde ich möglichst eine andere Farbe wählen, so dass sie klar von den wichtigen Dingen getrennt sind.

    Wenn, wie in Ihrem Fall, jedes Jahr Unterlagen in das Archiv gehen, macht es Sinn, die Mappen direkt mit einer zusätzlichen Jahresangabe zu markieren. Hier gibt es z. B. die Möglichkeit, einen entsprechenden Zusatzreiter an der Mappe zu befestigen.

    Beim Beispiel der Versicherungen würde ich, wenn möglich, eine separate Farbe wählen und innerhalb diesen Bereichs nach Versicherungsarten ablegen.

    Wie gesagt, um die individuell sinnvollsten Lösungen zu finden, empfehle ich auf jeden Fall eine Beratung.

    Beim Ablegen mit Leitzordnern bzw. Ösenheftern gehen leider die Vorteile des vorgestellten Systems verloren!

    (“Anhand unseres Beurteilungssystems ergibt sich folgendes Urteil über Ei-Mappen:

    Immer in Reichweite: Ja – Ei-Mappen kann man überall hinlegen, auch die Boxen passen gut auf Schreibtische. Alles ist wegen der übersichtlichen Beschriftung mit Reitern gut auffindbar.
    Genug Platz für neue Dokumente: Ja – flexibel und sehr einfach erweiterbar.
    Flexibel und umsortierbar: Ja – das bislang beste System in dieser Hinsicht.
    Kosten: Die Mappen von Classei oder Mappei sind das wohl teuerste Ablagesystem. Der Preis liegt im Premiumbereich: Einstiegssets für Privatpersonen oder Freiberufler am Anfang ihrer Karriere kriegt man ab 125 Euro. Beide Systeme sind beliebig erweiterbar.
    Schnell Dokumente wiederfinden: Ja – so schnell findet man in keinem anderen System etwas, selbst wenn man den Projektnamen vergessen hat.”)

    Gruß
    Michael

  24. Wir arbeiten nun schon seit einigen Monaten mit Classei. Das System ist super. Allerdings ist der Vertreter in der Schweiz eine vollkommene Niete [ab hier editiert; bitte keine unüberprüfbaren Tatsachenbehauptungen. Danke.]

  25. Kann das nur bestätigen. Wir hatten mit diesem [Edit: Name entfernt] zu tun und er machte uns einen vollkommen dilletantischen Eindruck. In der Schweiz kann man daher classei vergessen,

  26. Danke für die wertvollen Anregungen und Informationen.

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  1. [...] letzten Teil unserer Ablage-Serie haben wir die Mappen-Systeme von Classei und Mappei vorgestellt. Da es Leserfragen zum Einstieg in [...]

  2. [...] & Office Gadgets ansehen —Ich selbst bin zufriedener Nutzer des Systems Mappei (wie in unserem Artikel darüber ausgeführt, ist Classei ein sehr ähnliches System. Das Gesagte gilt somit auch dafür). [...]

  3. [...] mein Blogwerk-Kollege GregorGregor auf imgriff schon verschiedentlich über Classei-Mappen geschrieben hat, bekam ich auch Lust auf diese Mappen. Meine bisher [...]

  4. [...] Reiter ist fix mit der Mappe verbaut und kann nicht selber platziert werden, wie das etwa bei den Systemen Classei und Mappei der Fall ist. Übrigens hat wohl jeder die Form der Manila Folders schon einmal gesehen; sie waren [...]

  5. [...] sich näher mit Effizienzthemen beschäftigen möchte, sollte es abonnieren – der mit “Ablage im Griff” überschrieben war. Mappei und Classei wurden dort vorgestellt, zwei Systeme, die eine Alternative [...]

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