Der Link am Morgen:
Behalte Deine Vorsätze für Dich!

Florian Steglich, 16. Juli 2009 11:02 Uhr, 6 Kommentare Kommentare

Wer eine schlechte Gewohnheit loswerden oder eine neue, gute lernen will, der kann sich positiven Druck schaffen, indem er sein Vorhaben möglichst öffentlich verkündet. Soweit die Theorie und der oft gehörte Rat. Dass es in der Praxis aber möglicherweise ganz anders ausschaut, erklärt Derek Sivers in seinem Blog. Das Problem (von mehreren Studien bestätigt) sei, dass schon die Ankündigung guter Vorsätze und großer Pläne für ein so gutes Gefühl sorge, dass die Motivation, die Sache auch tatsächlich anzupacken, geringer wird.

Ich halte beide Theorien für plausibel. Hat einer von Euch diese – oder die gegenteilige – Erfahrung gemacht?

» Shut up! Announcing your plans makes you less motivated to accomplish them. (sivers.org, gefunden bei Lifehacker)

Hier erscheint jeden Morgen von Montag bis Freitag ein Link zu einem besonders lesenswerten Text rund ums Thema Produktivität. Viel Spaß bei der Lektüre!

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6 Kommentare

  1. Philipp Küng
    schrieb am 16. Juli 2009 um 11:45 Uhr (#)

    Die Methode, es für sich zu behalten, finde ich wesentlich effektiver, weil man sich verbessern will und nicht jemand anderen. Daher sollte nur mit sich eine Abmachung getroffen werden. Da man sonst schnell als Schwätzer eingestufft wird, wenn man viel verkündet aber, unter Umständen, wenig hält.

    Die Gefahr, beim nicht-Verkünden ist, dass man selbst das Projekt vorzeitig cancelt, weil es einem zu anstrenged ist, und ja sowieso keiner davon weiss… (hier weiss man wahrscheinlich selber nicht ob man das Ziel wirklich erreichen will)

  2. Matthias Zellmer (@Zellmi)
    schrieb am 16. Juli 2009 um 12:14 Uhr (#)

    Dass die Argumente für beide Wegen plausibel erscheinen, zeigt doch eindeutig auf, dass es keinen Königsweg gibt. Dafür sind die Menschen, die Situationen, das Umfeld und das Vorgenommene zu unterschiedlich. Hier haben wir es einfach mit zu vielen Parametern zu tun, die sich gegenseitig bedingen.

  3. Rene
    schrieb am 16. Juli 2009 um 12:27 Uhr (#)

    Das Thema Vorsätze mal aus einem anderen Blickwinkel beleuchtet:
    Offenlegung der Vorsätze/Ziele macht einen auch immer angreifbar, und es gibt (auch aus eigener Erfahrung) Einige, die das ausnutzen und, aus welchen Gründen auch immer, Dich vom Ziel abbringen wollen oder Dich in für sich selbst genehme Ziele manipulieren. In vielen Ratgebern liest man ja, dass man seine Ziele besser für sich behält.

    Also ich will es nicht grundsätzlich ausschließen, Vorsätze/Ziele zu veröffentlichen, aber ich bin da vorsichtig…

  4. ThiloP
    schrieb am 18. Juli 2009 um 21:46 Uhr (#)

    Wenn ich einen Vorsatz ankündige, so hilft es mir persönlich sehr! Ich tue es nicht für “die Anderen” aber will nicht blöd vor ihnen da stehen. Schließlich will man zeigen dass man zu seinem Wort steht und nicht nur ein Schwätzer ist.

  5. naIch
    schrieb am 20. Juli 2009 um 22:06 Uhr (#)

    Also ich halte es, da es ja für jeden den einen Königsweg auch nicht wirklich gibt mit einer Mischung.
    Es klingt nach selbsterfüllender Prophezeihung: Wenn ich (neue) Ziele einigen Personen erzähle, dann beflügelt mich dies meist, erzähle ich zu vielen, stellt sich wohl der Effekt der ‘vorzeitigen Befriedigung’ und De-Motivation ein, und das Ziel wird zum ‘Es war einmal…’

  6. Stefan Kelter
    schrieb am 6. September 2009 um 20:21 Uhr (#)

    Also ich unterscheide zwischen zwei Zielarten:
    1. Persönlichkeitsänderungen und 2. eine neue Fertigkeit erwerben und anwenden.
    Bei Zielen der 1. Kategorie bin ich schweigsam, ich mache es nur für mich und es wäre mir auch zu persönlich, es anderen zu erzählen, es sei denn ich habe einen Coach, Supervisor oder Therapeuten/in.
    Bei Zielen der 2. Kategorie (vom Studium über Spracherwerb bis zum Musikinstrument lernen, etc.) mache ich das öffentlich. Danach stehe ich unter dem Druck, den ich brauche, um nicht aufzugeben, wenn die Lust mal zu wünschen übrig lässt. Ich habe also einen zusätzlichen Motivator aufgebaut.

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