Web-Notizen für
Wegwerf-Gedanken

Die webbasierte Applikation “J.ot Down” will nicht viel: Man kann damit im Browser einfach und schnell eine Notiz erstellen. Programmierer David LeMieux hätte damit den Preis für das simpelste Notiz-Tool verdient.

J.ot Down lässt sich in ungefähr 10 Sekunden erlernen: Man öffnet die Seite unter der Adresse j.otdwon.com und schreibt seine Notiz. Sie wird automatisch gespeichert und erhält einen kryptischen Permalink. Diesen speichert man als Lesezeichen und schreibt weiter. Das war’s.

Über den Permalink ist die Notiz wieder erreichbar, kann weiter bearbeitet oder auch weitergegeben werden. Schön einfach also, aber: Braucht man so ein Tool überhaupt?

David LeMieux hat beobachtet, dass er heute praktisch alles im Browser erledigt: Kommunizieren, Dokumente erstellen und editieren, Fotos bearbeiten oder Videos anschauen. Bloß für eine Tätigkeit warf er Programme außerhalb des Browsers an: Um Notizen zu erstellen, die man – ähnlich wie einen Einkaufszettel – nicht unbedingt längere Zeit aufbewahren oder bei seinen sonstigen Dokumenten speichern will. J.ot Down eignet sich also für schnelle To do-Listen, um Ideen oder Erinnerungshilfen rasch zu notieren oder größere Texte unkompliziert mit anderen zu teilen (mal ausprobieren? Hier ist eine von uns geschriebenes J.ot-Down-Notiz).

J.ot Down wird von LeMieux ständig erweitert. Bessere Sicherheitsfeatures und Kollaborationsmöglichkeiten stehen zuoberst auf seiner Liste. In seinem Blog iherebydecree.com lässt sich nachlesen, an was David gerade arbeitet.

Dem Simplicity-Gedanken verpflichtet bietet J.ot Down keine Formatierungsmöglichkeiten oder sonstige Features, die man von anderen Texteditoren kennt. Aber mit diesen Applikationen will David LeMieux auch nicht konkurrenzieren. Wer also nach wie vor von einem papierlosen Büro träumt – J.ot Down könnte ein weiteres Mosaiksteinchen dazu sein.

Neben J.ot Down ist LeMieux übrigens auch Autor von e.ggtimer.com, einem wirklich hübsch anzusehenden Countdown-Tool sowie anderen ‘silly side projects’, wie es der Software-Ingenieur von Widgetbox beschreibt.

» J.ot Down
» e.ggtimer

 

Thomas Mauch

Thomas Mauch ist Mitglied der Geschäftsleitung des neuerdings.com-Verlags Blogwerk AG und interessiert sich für Gadgets. Oder so.

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7 Kommentare

  1. Der Zufallslink könnte tatsächlich noch etwas sicherer werden. Zum Beispiel ist irgendwo von A bis Z (letzte Stelle im Link) zwischen http://j.otdown.com/jot/1ba und http://j.otdown.com/jot/1bz ein nicht öffentlicher Brief neben zahlreichen Testnotizen versteckt. Selber schuld wer so einen Dienst ohne Sicherheitscheck nutzt!

    Die Idee ist aber gut. Bei mir ist ein einfachst möglicher Editor ohne Formatierung jederzeit auf jeder Plattform (Windows, Mac, Linux) mit einem Klick verfügbar. Nicht nur zum Reinigen von formatiertem Text in der Zwischenablage.

  2. Hallo,

    das Tool ist Müll.

    Begründung: Der eingegebene Code wird direkt im HTML gespeichert. Dadurch lassen sich HTML/Javascript oder ActiveX Exploits und Bufferoverflows einbauen (für die Nicht-Programmirer: Das sind Viren,Trojaner etc)

    Das Tool sollte also gemieden werden (meiner Meinung nach)

    Könnts ja selber testen, gebt einfach Mal das ein:

    Und Ihr seht unter dem Textfeld den imgriff.com Banner

  3. # Durch ‘Grösser Als’ und ‘Kleiner Als’ ersetzen, geht hier ned ‘original’

    #/textarea#
    #a href=”http://imgriff.com”##img src=”http://imgriff.com/wp-content/themes/default/gfx/img/header.png”##/a#

    Und Ihr seht unter dem Textfeld den imgriff.com Banner

  4. @n’trash: Kann mich nur anschließen: Aus eben diesem Grund lehne ich seit Jahren die Benutzung von Trinkgläsern strikt ab. Man kann da nämlich gesundheitsschädliche Inhalte einfüllen! Unerhört, dass Trinkgläser noch nicht verboten wurden!

    ;)

  5. Und außerdem müßten dringendst endlich die ganzen illegalen Waffen verboten werden…

  6. Das ist so. Und Apples Kopfhörer verursachen Stromschläge – ein Grund mehr, weshalb es vernünftig von mir war, die 200 Franken für diese etymotic Ohrstöpsel auszugeben…

    Nein, ernsthafterweise: Der Entwickler schreibt in dem Hilfetext zu J.ot Down, dass die Anwendung nicht für ‘high security items’ geeignet ist. Und dass ‘better security all around’ auf seiner To Do-Liste steht.

    Ob man so ein Tool braucht – wer weiss? Ich finde es spannend, weil es zeigt, wie viel Kreativität hier im Web zu finden ist, wie viele witzige Ideen so rum schwirren – und dass ich via eines kleinen Kabels Zugang dazu habe. Nennt mich alt oder altmodisch, aber ab und zu staune ich noch über das Internet :-)

  7. mit den “herkömmlichen” Web-Notizbüchern (Evernote, Ubernote, Zoho Notebook, Google-Notebook usw.) kann man genauso schnell mal eben ‘ne Notiz schreiben/ speichern/ mit anderen teilen etc.
    Sehe da den großen Vorteil von j.otdown.com nicht

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