Kostenlose Online-Kurse:
Kernkompetenzen geschenkt

Dominik Tschopp, 22. Oktober 2008 22:12 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Immer mehr Universitäten vornehmlich im englischsprachigen Raum öffnen ihre Kurse für Externe – im Internet. So kommt man kostenlos zu Fach- und Methodenwissen.

“Open Course Ware” – unter diesem Begriff laufen viele der online frei verfügbaren Kurse von US-Universitäten. Im deutschsprachigen Raum tut sich bisher erst wenig. Englischkenntnisse sind daher Voraussetzung, wenn man die virtuellen Seminare besuchen möchte. Die folgenden Beispiele zeigen, dass so auch Dinge gelernt werden können, die im Arbeitsalltag Verwendung finden:

  • Das MIT in Boston, ein Pionier im Bereich der freien Lerninhalte, bietet einen Kurs in “Managerial Psychology” an. Darin werden Probleme aufgegriffen, die im Arbeitsalltag auftreten können. Die theoretische Auseinandersetzung mit individuellem Verhalten und Verhalten in Teams sowie Organisationen soll dazu beitragen, diese Probleme zu lösen.
  • Wem das zu weit von persönlicher Arbeitstechnik entfernt ist, sollte einen Blick auf das freie Angebot der Open University werfen. Im Bereich “Study Skills” werden einige Kurse angeboten, die sich persönlichen Kompetenzen widmen. Ein übergeordnetes Angebot ist “Key skills – making a difference“. Es vermittelt, wie persönliche Kompetenzen erworben, respektive verbessert werden können. Gleich mehrere Themenbereiche stehen zur Verfügung, etwa die Kommunikation, aber auch das Zusammenarbeiten mit anderen Personen. Zur Diskussion mit anderen Teilnehmern stehen ausgefeilte Werkzeuge bereit.
  • Für Selbständige kann sich ein Blick auf die Lektionen des Small Business Development Center der Kutztown University of Pennsylvania lohnen. Rund 82 Kurse für Kleinunternehmer werden dort angeboten.
  • An der University of California in Irvine lernt man in “Fundamentals of Personal Finance “, wie man seine Finanzen im Griff behält.
  • Im Programm der University of Southern Queensland findet sich das Angebot “Study to Succeed“. Teilnehmer sollen dabei lernen, ihre eigenen Ziele zu stecken und umzusetzen. Es geht dabei vor allem, das eigene Lernen zu managen, daneben wird die Karriereplanung thematisiert.

Und mit diesem letzten Kurs sollte man vielleicht beginnen – die Motivation, die virtuellen Seminare bis zum Ende zu absolvieren, muss man schließlich selbst aufbringen.

Weiterempfehlen

Mehr lesen

Bildung: Joi Ito über formelles vs  informelles Lernen

12.3.2010, 0 KommentareBildung:
Joi Ito über formelles vs informelles Lernen

Joi Ito ist Webunternehmer und hat sein Rüstzeug auf unkonventionellem Wege erlernt - informell, nicht akademisch.

16.2.2010, 3 KommentareStudium:
Arbeiten und Lernen - in der Bibliothek oder zu Hause?

Vielen meiner Kommilitonen galt die Bibliothek als ultimativer Ort des produktiven Arbeitens. Ich meine, dass unter Umständen durchaus das Gegenteil wahr sein kann, und dass die Frage, wo man besser arbeitet, möglicherweise komplexer ist.

Informationen, Wissen und Lernen: Tools für das persönliche Wissensmanagement

22.12.2009, 3 KommentareInformationen, Wissen und Lernen:
Tools für das persönliche Wissensmanagement

Was muss ich wissen und wie eigne ich mir neues Wissen an: Das war der Fokus des ersten Teils dieses Artikels. Teil 2 widmet sich den Tools.

2 Kommentare

  1. Réka
    schrieb am 23. Oktober 2008 um 09:21 Uhr (#)

    [...]Dominik Tschopp von imgriff macht uns auf einige online Kurse aufmerksam. Die erwähnten Sites bieten auch in anderen Themen kostenlose Lernstoffe.[...]

    Dieser Eintrag wurde als „Artikel des Tages für Multiprojecter” nominiert. Hier kannst du bis 23.10.2008. 23:59 die anderen Kandidaten besichtigen und für deinen Lieblingsartikel stimmen. Wir würden uns freuen, deine Meinung zu hören.

  2. Hermann
    schrieb am 26. Oktober 2008 um 22:27 Uhr (#)

    Ich selbst habe auch studiert. Dem professor live zu lauschen ist jedoch was völlig anderes als übers internet ab einer live-sitzung teilzunehmen. allerdings kann ich mir schon vorstellen, dass viele jüngere dass in anspruch nehmen. einen vorteil hätte es dann auf alle fälle. die vorlesungsräume werden leerer. Vielleicht ist ja der ein oder andere zu faul hinzugehen und schaut sich die veranstaltung lieber online an oder nimmt sie gar auf. dann braucht man auch nicht mehr um 08:00 Uhr aufzustehen, sondern kann bis 09:00 schlafen. eine schöne neue studentenwelt

Pingbacks

Pingbacks anzeigen...

Diesen Artikel kommentieren

Wir sind sehr an einer offenen Diskussion interessiert, behalten uns aber vor, beleidigende Kommentare sowie solche, die offensichtlich zwecks Suchmaschinenoptimierung abgegeben werden, zu editieren oder zu löschen. Mehr dazu in unseren Kommentarregeln.