Google Desktop:
Datei verzweifelt gesucht?
Es ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Irgendwann kommt er, der Moment, in dem die Textverarbeitung gnadenlos wissen will: “Wo und unter welchem Namen soll ich’s denn bitte speichern?”. Gut, dass es Google Desktop gibt.
Das Abspeichern des eben noch so unschuldig frischen Dokuments: Der Moment der Wahrheit, in dem man sich fragt: “Kommt die Einladung zur Junior-Geburtstagsfeier nun in Arbeitsordner_Kinder_Marvin oder in Ablage_Kinder oder … ?” Die Antwort kann heißen: Völlig wurscht! Die Antwort kann heißen: Google Desktop.
Google Desktop ist für mich ein wahrer Segen. Zweimal mit dem linken Zeigefinger auf <Strg>, ein kleines Fenster öffnet sich, ich tippe “Müller Vertrieb Entwicklung”. Schon während des Schreibens klappen Suchergebnisse auf: Dokumente, Mails, Termine, die die eingegebenen Wörter enthalten. Darunter die E-Mail von letztem Jahr, in der Mitarbeiter Horst Müller über die aktuelle Entwicklung im Vertrieb berichtete, und das PDF-Protokoll der Vertriebstagung, an der Müller teilnahm, und in der auch über die neueste Produkt-Entwicklung gesprochen wurde. Gefunden, anklicken, öffnen, fertig.
Das ist der Inbegriff von Produktivität: Nämlich “jetzt sofort” genau das finden, was ich gerade brauche. Wo früher noch <Windows><E> Dein bester Feind Freund war und das Hangeln durch Verzeichnisse schon drohte, olympisch zu werden, ist heute nur noch Wahnsinnserleichterung.
Google Desktop ist kostenlos, schnell zu installieren, indiziert den kompletten PC samt Netzwerk, E-Mails inklusive alten .pst-Dateien und bremst im anschließenden Gebrauch das System nicht aus (jedenfalls: Ich merke nichts).
Und Google Desktop ist gefährlich, sagen Kritiker. Richtig, da werden Daten gesammelt, indiziert, Informationen verdichtet. Und das kann gefährlich sein, ist man doch heutzutage ständig online, ohne zu wissen, was da im Hintergrund alles sonst wohin transportiert wird. Mit den richtigen Einstellungen in den Optionen (wichtig: Die sogenannten ‘Erweiterten Funktionen’ nicht aktivieren!) lässt sich das Risiko aber zumindest relativieren.
Meine Empfehlung deshalb: Unbedingt ausprobieren. Google Desktop funktioniert mit Windows Vista/XP/2000, Linux und Mac OS X ab 10.4.












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Zu Google Desktop gab es bereits viele Kommentare. Am besten hierzu sind immer noch die kritischen Untertöne von Wolfgang & Wolfgang per Podcast vom CC2.
Zur Dateiablage kann ich nur sagen:
o Unterverzeichnisse nutzen
o Dateien mit Datum abspeichern (Fomat: yymmdd_)
o weder Sonderzeichen noch deutsche Umlaute noch Leerzeichen verwenden
Dann hat man alles “imgriff”.
In Vista ist die indizierte Suche mit drin. Dann hat man alles “imgriff”.
@Stefan: Unterverzeichnisse sind klar. Aber in welcher Struktur? Und was tun mit Dateien, die in verschiedensten Kontexten relevant sind und gesucht werden könnten?
@Tim: Si, aber nicht jeder möchte Vista nutzen ;)
Bin mit Apples Spotlight äusserst zufrieden, deshalb kommt mir der G’Desktop noch nicht auf den Rechner.
Ist schon so, mit der Suche (egal ob nun per Google oder Spotlight) ist man um Welten schneller als per Durchklicken der Ordner und Unterverzeichnisse.
@Andreas Hobi:
OK, natürlich gibts Alternativen, ich kenne sicher nicht alle. Wichtig finde ich, dass die Verzeichnisstruktur keine entscheidende Rolle mehr spielt, lässt man sich ganz auf das Suchprinzip ein. Rechnet man sich aus, was man bisher jeden Tag in ein völlig durchschaubares Ordnersystem investiert hat: Da werden richtig Ressourcen frei…
Hallo @all!
Durch die immer grösser werdenden Festplattenkapazitäten, hebt man irgendwie automatisch auch mehr Grafiken, Notizen und Briefe etc. auf..
Da kann man leider schnell den Überblick verlieren.
Ich hatte die Google Desktopsuche lange selbst installiert und benutzt, aber der Funktionsumfang, war mir persönlich einfach zu mächtig und Resourcenraubend.
Bin inzwischen auf Locate32 (http://www.locate32.net/) umgestiegen.. Das Tool ist meines Erachtens schneller und macht “nur” das was es soll.
Ich nutze ein ähnliches Dateiablagesystem, wie Stefan, doch auch bei mir taucht immer wieder dasselbe Problem auf,
das im Artikel angeführt wird. Ein Dokument gehört eigentlich in zwei Sparten – die Themen überscheiden sich.
Leider kann man die Ordnerstruktur nur einseitig benutzen.
Ich hatte dazu mal eine schöne Grafik – finde sie leider nur im Moment nicht (*grummel* womit wir wieder beim Thema wären *gins*). Darauf zu sehen war ein “altmodisches” Hängeregister mit den A-Z Reitern oben und ein
Hängeregister, das quasi in 4-D A-Z-Reiter hatte.
Ein Dokument kann so also in “A”,”D”,”G” und “X” gleichzeitig liegen.
Die Nutzer von “GoogleMail” und “Remember-the-milk” kennen diese Vorteile des “taggen” *smile*
Einen guten Ansatz für das Dateisystem hat tag2find, (http://www.tag2find.com/) allerdings finde ich die Umsetzung grauenvoll bzw. zu aufwendig…
Mein Fazit: Eine anständige Datei und Ordnerstruktur ist sinnvoll, sollte aber mit einem anständigen “Suchknecht” kombiniert werden.
Also mal abgesehen von meinem chronischen Argwohn gegenüber Google und solchen Programmen wo ich nie genau weiss was die noch so veranstalten habe ich es getestet und für schlecht befunden. Viel zu langsam und zu Resourcenfressend(ich habe seeeehr viel kleien Datein).
Daraufhin habe ich alle anderen Desktop suchmaschinen ausprobiert und sie waren fast alle genauso schlimm.
Letztendlich bin ich dann bei Locate32 hängengeblieben -> http://locate32.net/ das zwar meines wissens nach nicht in Datein sucht aber datein selbst sehr schnell indiziert und auch wiederfindet, die suchfunktion ist auch vorbildlich.
Nur einen entscheidenen Nachteil hat es, so das viele es nicht nutzen werden wollen(mir is der egal) -> es ist nicht Bunt ^^
Interessant: Google Desktop ressourcenraubend? Wie erwähnt: Ich merke nichts, aber gar nicht.
Wobei ich ergänzen muss: Ich verwende keine dieser Seitenleiste, womöglich mit irgendwelchen Gadgets. Bei mir läuft das Programm ausschließlich im Hintergrund. Nur 2 Mal um das kleine Suchfenster zu öffnen. Und die Suchergebnisse kommen eigentlich fast schneller, als ich das Suchwort eingetippt habe…
Mit “ressourcenraubend” ist beim Google Desktop wohl gemeint, dass die Index-Dateien sehr groß werden. Dazu kommt, dass sie immer auf dem Laufwerk C: liegen, auch wenn die Daten auf D: liegen. Wenn man C: zu knapp dimensioniert hat, bekommt man leicht Probleme.
Die Vista-Suche kann man übrigens auch in XP nachinstallieren, kostenloser Download bei MS unter dem Namen “Windows Search”. Man kann damit besser konfigurieren, was und wo indiziert wird.
Mir kommt auch kein Google Desktop auf den Rechner – auf meinem PC war das früher nötig, auf dem Mac habe ich Spotlight. Gehört zum System, ist keine zusätzliche Belastung, überall praktisch eingebunden und superschnell. :-)