Täglich an das große Ziel erinnern

Peter Giesecke, 31. Juli 2008 15:24 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

Große Ziele hat jeder, doch meist werkelt man Tag für Tag nur im Kleinen vor sich hin. Für den Arbeitsalltag empfehlen wir deshalb eine kleine Gedächtnisstütze, die einen an das erinnert, worauf man eigentlich hinarbeitet.

To-Do-Listen, Arbeitsabläufe, ganze Produktivitätssysteme - sie dienen letztlich nur einem einzigen Zweck: Ziele zu erreichen, und zwar sowohl die kleineren Ziele als auch ein übergeordnetes Lebensziel. Oft klafft jedoch eine große Lücke zwischen dem, was man täglich tut, und dem, was man eigentlich haben oder sein will.

Man kann sein persönliches Leitbild definieren, dieses in einem lebendigen Dokument formulieren, beim Wochenrückblick prüfen, ob man diesem Ziel ein Stück näher gekommen ist, und sich passende Aufgaben für die nächste Woche setzen. Nichtsdestotrotz fehlt im Alltag oft der Moment, in dem man einfach bloß an seinen Lebenstraum erinnert wird.

Manch einer hat seinen Bildschirmhintergrund oder die Wand hinter dem Bildschirm mit Zitaten, Zielen und Bildern von Vorbildern bestückt. Da man diese jedoch täglich sieht, verlieren sie schnell ihre Wirkung. Man übersieht sie.

Karibik, Urlaub, Porsche 911

Bei mir kommt deshalb jeden Tag eine andere Gedächtnisstütze zum Einsatz. Morgens frage ich mich: Was ist mein Ziel? Oder auch: Worauf habe ich Lust? Das schreibe ich mir dann auf und plaziere es jeden Tag woanders. Mal ist es ein Klebezettel am Monitor, mal ein Zettel neben der Tastatur; mal links, mal rechts; mal in schwarz, mal in rot - Hauptsache es sieht jeden Tag anders aus.

An einigen Tagen formuliere ich ein Ziel (”Baustelle abräumen”), an anderen drücke ich eine Emotion aus (”Dir zeig ich’s!”). Dann und wann drucke ich mir auch ein Bild aus - ein schönes Haus, ein Foto aus der Südsee oder von den Menschen, die ich liebe - und warum nicht einen Porsche 911?

Mehrmals am Tag werde ich mir gewahr, dass da etwas vor meinen Augen ist, das gestern noch nicht da war. Ich schaue hin und denke mir: Genau, deshalb mache ich das Ganze hier. Und schon kommt neuer Schwung in die Arbeit.

» Weitere Artikel zum Thema «Motivation» lesen

» Nächster Artikel: Der Link am Morgen: Weniger vergessen
» Älterer Artikel: Der Link am Morgen: Schachmatt, Gewohnheit!

» Drucken
» Merken/E-Mail

3 Kommentare zu diesem Artikel

  1. Nils

    schrieb am 1. August 2008 um 08:47 Uhr (#)

    Mit dem persönlichen Leitbild habe ich immer noch gewisse Verständnisprobleme. Vielleicht würden mir konkrete, echte Beispiele helfen, das Ganze besser begreifen zu können. Wie sieht so ein Leitbild konkret aus? Was schreibt man auf? Das wie ist im verlinkten Artikel ja erklärt - aber ein Bild sagt mehr als 1000 Worte. Oder eben ein Beispiel :-)

  2. ben

    schrieb am 1. August 2008 um 08:59 Uhr (#)

    Ja, es war nur ein Beispiel, aber wer heute immer noch einen 911er auf der Liste seiner Ziele hat, sollte sich dann doch mal etwas mehr Gedanken über globale Dinge machen, glaube ich.

  3. Finja

    schrieb am 2. August 2008 um 04:31 Uhr (#)

    ich mag die idee, sich tag für tag ein “leitbild” zu suchen. man könnte das ganze sogar behalten und irgendwo abheften - es macht sicher spaß, das am ende des jahres mal zu betrachten!


1 Trackback

  1. imgriff.com » Blog Archiv » Selbsterfüllende Prophezeiungen
    (4. August 2008 16:36)

Einen Kommentar schreiben

Wir sind sehr an einer offenen Diskussion interessiert, behalten uns aber vor, beleidigende Kommentare sowie solche, die offensichtlich zwecks Suchmaschinenoptimierung abgegeben werden, zu editieren oder zu löschen. Mehr dazu in unseren Kommentarregeln.

 
slug blogoscoop