Das kleine Einmaleins:
Besser gleich aufstehen

Ob man früh aufsteht oder lang schläft, spielt keine entscheidende Rolle – es kommt darauf an, dass man nicht ständig abwechselt.

(Hinweis: Im «kleinen Einmaleins» sammeln wir grundlegende Produktivitäts-Tipps und -Tricks, die auch herausgelöst aus Systemen wie GTD o.ä. hilfreich sind. Hier findest Du die Übersicht aller bisher erschienenen Artikel.

Wenn es ums Thema “Früh aufstehen” geht, wird mit harten Bandagen diskutiert. Ist frühes Aufstehen grundsätzlich gegen die Natur des Menschen, oder “nur” gegen die von Langschläfern? Ist das alles nur eine Frage der Gewöhnung oder des Willens? Wieso soll man überhaupt aufstehen, bevor man von selbst erwacht, solange man keinen Job mit fixen Arbeitszeiten hat?

Für die Frage, wie man am besten aus dem Bett kommt (und nicht erstmal vier Stunden Schonzeit benötigt, um einigermaßen produktiv zu werden), ist aber eigentlich nur eines wirklich wichtig:

Versuche, immer zur selben Zeit aufstehen – dann fällt es Dir schon nach kurzer Zeit längst nicht mehr so schwer. Man kennt das noch aus Schulzeiten: Während der Ferien hatte man sich völlig vom regelmäßigen Aufstehen entfernt, als es dann wieder jeden Tag um 8 Uhr losging, schienen die Qualen zunächst endlos – bis man nach den ersten ein, zwei Wochen wieder “drin” war.

Wer immer zur selben Zeit aufsteht, programmiert seinen Körper darauf. Das merkt man daran, dass man häufig sogar noch vor dem Weckerklingeln aufwacht. Weil wir dabei nicht mehr überraschend aus der Tiefschlafphase gerissen werden, sind wir auch nicht so gerädert, wie wenn der Wecker mal um 6, mal um 9, mal gar nicht lärmt.

Kleiner präventiver Hinweis: Natürlich ist das kein Dogma. Natürlich gilt das auch nicht zwingend fürs Wochenende (wenngleich der Montagmorgen dadurch angenehmer würde), natürlich kollidiert es mit abendlichen Feiereien, und natürlich gehört es zu den schönsten “Tätigkeiten” des Lebens, endlich mal so richtig auszuschlafen. Dieser Tipp ist etwas für den Alltag, von dem selbstverständlich abgewichen wird. Die Minimalversion wäre: Wenn Du jeden Tag um 8 Uhr im Büro sein musst, dann erschwere es Dir nicht dadurch, mal um 1.30 Uhr und mal um 21 Uhr ins Bett zu fallen.

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Eric Pateman begann seine Karriere als Koch und startete mit 18 sein erstes eigenes Catering-Unternehmen. Zwischenzeitlich absolvierte er ein MBA-Studium und arbeitete u.a. in Namibia, Australien und Großbritannien. Heut betreibt er vier Unternehmen mit insgesamt 80 Mitarbeitern, darunter Edible Canada, das zu den 200 am schnellsten wachsenden Unternehmen in Kanada gehört. Er ist Berater, Keynote-Speaker, Koch und Caterer zugleich.

5 Kommentare

  1. Ja – ich denke viel wichtiger als das Aufstehen ist das Zu-Bett-Gehen. Wer spät ins Bett geht steht spät auf. Und grad am Abend ist es doch vor der Glotze noch so schön – auch wenn nur Unsinn läuft…

  2. Man gewöhnt sich recht schnell an ein frühes aufstehen wenn man es nur regelmäßig macht! Aber sobald man mal eine Woche frei hat und jeden Tag bis um 12 Schläft das wird es schon wieder Problematisch am nächsten Tag Zeitig aufzustehen
    -
    [Edit: SEO-Link gelöscht. F.S.]

  3. Jeden Tag um die gleiche Zeit aufstehen, für mich ein Ding der Unmöglichkeit! (Ich bin Zugbegleiter und arbeite im Schichtdienst.)

    Für jene Arbeitnehmer (und Selbständige), welche ebenfalls zu unterschiedlichen Arbeitszeiten arbeiten müssen oder wollen, habe ich als kleinen Tipp nur wiederholen, was oben schon angesprochen wurde:

    Früh genug ins Bett wirkt Wunder!

    Ausserdem ist es sinnvoll, einen regelmässigen Ablauf in die unregelmässigen Aufsteh-Zeiten zu bringen. Bei mir sieht das folgendermassen aus:

    - Eine halbe Stunde vor Arbeitsbeginn gehe ich aus dem Haus
    - Zwei Stunden vor Arbeitsbeginn stehe ich auf (mit dem Axbo-Wecker)
    - Neun Stunden vor Arbeitsbeginn gehe ich ins Bett
    - Neuneinhalb Stunden vor Arbeitsbeginn erledige ich keine anstrengenden Tätigkeiten mehr

    Mit diesem Ablauf lässt es sich ganz gut leben! ;)

  4. Ich bin mit Andreas einverstanden. Ich habe keine Ahnung, wie es biologisch funktioniert, aber meiner Vermutung nach sind es die Ritualen, die unseren Körper ? vielleicht lieber unser Gehirn ? darauf programmieren, dass wir schlafen / aufstehen sollen.
    Der Zeitpunkt kann, aber muss nicht ein Bestandteil dieser Rituale sein.

  5. Ach ja, ein weiterer Tipp, seit Jahren von mir angewandt:

    Wenn man Schicht arbeitet, kann es sein, dass die Zeit zwischen dem Schlaf kürzer ist, als an einem durchschnittlichen Tag. Zur Erklärung:

    Wer einen 9-5 (bzw 9-17) – Arbeitstag hat, steht ja zum Beispiel um 7 Uhr auf und geht um 23 Uhr ins Bett. Er ist also 16 Stunden wach.

    Bei einem Schichtarbeiter jedoch wäre es möglich, dass er an einem Tag von 10-18 Uhr und am nächsten Tag von 5-13 Uhr arbeitet. Somit wäre es vorstellbar, dass er am ersten Tag um 8 Uhr aufsteht und um 19 Uhr ins Bett geht. Er ist also nur 11 Stunden wach.

    Wenn er nun zu Bett geht, kann es sein, dass er noch gar nicht müde ist.

    Deshalb: Das Schlafzimmer und vorallem das Bett nur zum Schlafen nutzen. (Also weder darin lesen, noch liegend am Laptop arbeiten etc.)

    Dann klappts auch mit dem Einschlafen. :)

Ein Pingback

  1. [...] Florian Steglich diskutiert die pros und cons des frühen Aufstehens: “Ob man früh aufsteht oder lang schläft, spielt keine entscheidende Rolle – es kommt darauf an, dass man nicht ständig abwechselt.” Durchaus auch ein Text für Langschläfer. [...]

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