Der Link am Morgen:
GTS statt GTD
Eine “lächerlich komplexe Methode für etwas, das so viel einfacher erledigt werden könnte” - das schreibt Blogger Raj Dash auf freelanceswitch.com über «Getting Things Done» und präsentiert seine Alternative: Get Things Started; ein einfacher Weg, um anzufangen. Das ist nicht besonders scharfsinnig, weil GTD mehr sein will als bloß eine Hilfe beim Starten von Projekten, aber die Tipps werden dadurch nicht schlechter. Und wer sich ähnlich schwer tut mit dem (durchaus komplizierten) GTD-System, der hat vielleicht genau darauf gewartet:
» Get Things Started: Simpler Than GTD? [freelanceswitch.com]
Hier erscheint jeden Morgen von Montag bis Freitag ein ausgewählter Link zu einem gelungenen Text rund ums Thema Produktivität. Viel Spaß bei der Lektüre!
» Mehr lesen: Getting Things Done (65)
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4 Kommentare zu diesem Artikel
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paul
Hmmm… Klingt interessant, aber leider ist mein Englisch nicht so gut. Könntet Ihr bitte mal kurz zusammenfassen, worum es dabei geht?
Vielen Dank
Susanna Künzl
Die Idee fand ich auch ganz gut, denn einer der Hauptgründe, warum Selbstorganisation manchmal gegen die Wand fährt, ist die hohe Schwelle zum ersten Schritt. Wer systematisch denkt, freut sich über eine hochintegrierte Lösung wie GTD (das ist meine Fraktion); wer eher locker herangeht und nur eine Lösung gegen das Aufschieben (Neudeutsch: Prokrastinieren) sucht, ist bei der kleinen Lösung à la freelanceswitch.com besser aufgehoben.
Florian Steglich
» paul: Er schreibt grob zusammengefasst, dass es nur eine überschaubare Zahl von Gründen gebe, wegen denen man etwas nicht erledigt bekomme, etwa, wenn ein Projekt unbezwingbar wirkt, weil es noch null geplant ist, sowie der gegenteilige Fall mit dem gleichen Ergebnis: Man fühlt sich überfordert von zu detaillierter und zu restriktiver Planung. Das Problem liegt in jedem Fall darin, mit der Arbeit anzufangen. Sein
«GTD»«GTS» beinhaltet folglich Tricks zum «Kickstarten» eines Projekts, und zwar deren drei:1. Benutze Papier und Stift, nicht den Computer, zum Planen des Projekts - dabei ist man kreativer.
2. Visualisiere, skizziere, um die Planung sichtbar zu machen. Das ist einfacher als nur zu denken.
3. Mach ein Brainstorming, alleine oder im Team. Dazu folgen dann diverse Tipps, die genauso gut in der Wikipedia nachzulesen sind.
-
Wie gesagt: Gute Tipps, aber es geht um etwas anderes als bei GTD. Der wesentliche Aspekt von GTD etwa, alles durch Aufschreiben in einem wie auch immer gearteten System aus dem Kopf zu kriegen und so freier arbeiten zu können, fehlt hier zum Beispiel völlig. Es sind Tipps für einen kleinen Moment beim Arbeiten, nicht für das Organisieren aller Aufgaben - eben «get things started» und nicht «get things done».
paul
Hallo Florian,
danke für Deine Zusammenfassung!
Du hast recht: es sind 2 unterschiedliche Dinge, die sich aber sehr gut ergänzen. GTD für die grundsätzliche Organisation aller anfallenden Aufgaben und Projekte, GTS, um dann irgendwie den Ball zum rollen zu bringen…
Wünsche Euch einen guten Start in den Tag!
Paul