Mehr und schneller:
5 Wege, besser zu lesen

Dominik Tschopp, 11. Juli 2008 17:20 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Texte lesen sich auf dem Bildschirm zwar nicht ganz so angenehm wie in gedruckter Form. Im Internet finden sich aber meist kompaktere Textformen, die in relativ kurzer Zeit verarbeitet sind. Trotz dem Trend zur Kürze und der Vielzahl an Informationsquellen hat das Buch seine Daseinsberechtigung nicht verloren.

Bücher konservieren Ideen, schreibt die BBC, und Menschen können sich diese Ideen zu Nutze machen. Brad Isaac ist sogar der Meinung, dass man sich ohne regelmäßiges Lesen den Erfolg im Leben verbaut. Dennoch bleibt die Frage, wie man bei beschränktem Zeitbudget möglichst viel von den Büchern hat. Fünf Tipps in – genau – knapper Form:

  1. Effizienter lesen: Scott Ginsberg empfiehlt, ein Buch nicht nur zu lesen, sondern zu studieren. Eine selbst erstellte Zusammenfassung zum Schluss festigt die Erkenntnisse und dient als Referenz für später. Hört sich nach viel Aufwand an, und das ist es auch. Aber was bringt mir die Lektüre, wenn ich nach dem Schlusssatz bereits wieder alles vergessen habe? Weniger ist in diesem Fall mehr. Aber Ginsberg sagt auch, dass man nicht alles bis ins letzte Detail verstanden haben muss. Die Schlüsselkonzepte sind entscheidend. Auch hier ist also weniger mehr. Wer sich ausgehender mit diesem Thema auseinandersetzen möchte, der wagt vielleicht einen Blick in den Klassiker: “How to Read a Book“.
  2. In kleinen Happen lesen: Ein grosses Projekt geht man am besten an, in dem man es in kleine Teile zerlegt. Die Macher von DailyLit haben diesen Ratschlag beherzigt, und bieten eine Auswahl von Büchern als Abonnement an. Die Texte werden in handhabbare Happen zerteilt und täglich per E-Mail (oder RSS) geliefert. Wochentage und Versandzeitpunkt können individuell angepasst werden. Unter den teilweise kostenlosen Abonnements gibt es übrigens auch ein paar wenige Werke in deutscher Sprache.
  3. Schneller lesen: Beim Speedreading besteht die Gefahr, dass die vorhanden Informationen nur verzerrt aufgenommen werden oder nicht längerfristig hängenbleiben. Etwas Übung ist daher gefragt: Johannes hat hier vor einiger Zeit ein kostenloses Lesetraining vorgestellt.
  4. Bücher hören: Ich gehöre eigentlich nicht zu den Leuten, die beim Zuhören besser lernen als beim Lesen. Mit einem Hörbuch komme ich aber schneller voran, als wenn ich den Text selber lese (vielleicht sollte ich mal Punkt drei beherzigen …). Hörbücher haben für mich aber noch einen weiteren Vorteil: Da ich durch den Tag immer relativ viel lese, sind sie eine willkommene Abwechslung. Gesprochene Texte lassen sich auch selber herstellen, sofern sie in digitaler Form vorliegen: Sayz Me nimmt sich beispielsweise unter Windows dieser Aufgabe an. Die synthetischen Stimmen sind aber etwas gewöhnungsbedürftig.
  5. Zusammenfassung besorgen: Natürlich ist der Effekt bei weitem nicht derselbe: Wer eine fremde Zusammenfassung liest, bekommt nicht alles mit, was er von einer persönlichen Lektüre erwarten darf. Aber nicht alles muss man selber gelesen haben, und nicht alles ist für die persönlichen Anliegen gleich wichtig. Und wer von der Kurzform Appetit auf mehr bekommt, kann sich das Buch immer noch in voller Länge vornehmen.

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1 Kommentar

  1. Thilo Krause
    schrieb am 13. Juli 2008 um 11:47 Uhr (#)

    ja, lesen ist wichtig. Beim Zusammenfassung schreiben (1. Effizienteres Lesen) hat sich bei mir das Anlegen einer Mindmap als sehr gut erwiesen. Eine Zusammenfassung als Text ist mir meist nicht so kompakt wie in der Mindmap gelungen. Bücher hören (4.) ist eine sehr gute Sache, ich mache das sehr gerne während Autofahrten zu Kunden, damit kann ich quasi unerschlossene Zeiten für etwas sinnvolles nutzen.

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