Das kleine Einmaleins:
30 Minuten sind ein Anfang

Florian Steglich, 6. Juli 2008 16:22 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Aller Anfang ist schwer, und das gilt ganz besonders, wenn es sich um komplexe und unangenehme Aufgaben handelt. Da hilft nur eins: Mach den Gegner kleiner!

(Hinweis: Im «kleinen Einmaleins» sammeln wir grundlegende Produktivitäts-Tipps und -Tricks, die auch herausgelöst aus Systemen wie GTD o.ä. hilfreich sind. Hier findest Du die Übersicht aller bisher erschienenen Artikel.

Komplexe Projekte zerlegt man am besten in möglichst viele überschaubare Teilschritte, damit sie nicht mehr wie ein unbezwingbarer Berg vor einem liegen (mehr dazu in «Die Salami-Taktik»). Und ein ganz ähnlicher Trick hilft dabei, mit unangenehmen und zeitraubenden Aufgaben anzufangen:

Nimm Dir zunächst nur vor, 30 Minuten an einer Aufgabe zu arbeiten. Damit machst Du den «Gegner» kleiner – denn was ist schon eine halbe Stunde? Jedes vernünftige Mittagessen dauert länger. Diese halbe Stunde musst Du dann allerdings auch um jeden Preis durchstehen. Es lohnt sich.

Der Trick hilft auf zweierlei Art: Erstens überlistet man sich damit ganz prima selbst, denn wenn man einmal 30 Minuten an etwas gesessen hat, fällt es deutlich leichter, einfach weiterzuarbeiten. Der Anfang ist gemacht, möglicherweise ist man sogar in den «Arbeitsflow» gekommen.

Und zweitens bringen einen diese 30 Minuten am Tag auch bei größeren Projekten zwar nicht schnell, aber zuverlässig voran – und damit besser als beim permanenten Verschieben auf den nächsten Tag («Morgen setz ich mich dann den ganzen Tag dran!»). Das ist auch Neil Fiores Trick gegen Prokrastination. Die 30 Minuten finden sich einfach viel häufiger auch in vollgestopften Kalendern, die Chance dagegen, sich wirklich einen ganzen (oder auch nur einen halben) Arbeitstag für eine Sache freizuschaufeln, ist merklich geringer.

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1 Kommentar

  1. Réka
    schrieb am 7. Juli 2008 um 16:02 Uhr (#)

    Ein sehr sinnvoller Tipp: 30 Minuten ist überhaupt nicht wenig.
    Oft ist es effektiver 3*30 Minuten an einer Aufgabe zu arbeiten, als einmal 90 Minuten. Das Neustarten kostet vielleicht einige Minuten, aber der frische Blick auf das Problem ist von größerer Wichtigkeit.
    Spätestens nach 50-55 Minuten mache ich immer eine Pause, um vom Problem und von meinem aktuellen Denkweg eine Ablenkung zu haben.

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