Workrave fordert zu Erholungspausen auf

Dominik Tschopp, 27. Juni 2008 17:30 Uhr, 4 Kommentare Kommentare

Gleichförmige Tätigkeiten können sich mit der Zeit negativ auf den Bewegungsapparat auswirken. Regelmäßige Pausen beugen dem vor, gehen jedoch in der Hektik des Arbeitsalltags immer wieder mal vergessen. Ein kleines Werkzeug hilft uns auf die Sprünge.

Wenn wir zwischendurch unsere Arbeit unterbrechen, bedeutet das nicht, dass wir weniger erledigen. Vielmehr steigert es die Leistungsfähigkeit, weil wir uns, frisch ausgeruht, mit neuer Kraft an die anstehenden Aufgaben machen. Das Tool «Workrave» hilft dabei.

Nach dem Start versteckt es sich in der Taskleiste und macht sich erst wieder bemerkbar, wenn eine Arbeitspause ansteht. In den Einstellungen lassen sich die Zeitmaße exakt auf die eigenen Bedürfnisse abstimmen. Man definiert dabei drei unterschiedliche Zeiteinstellungen:

  • Mikropausen: Kurze Unterbrechungen im Abstand von wenigen Minuten.
  • Ruhepausen: Längere Auszeiten im Abstand von mehreren Minuten oder wenigen Stunden.
  • Tägliches Limit: Definiert, wie lange pro Tag überhaupt am Computer gearbeitet werden darf.

Für die beiden Pausenformen lässt sich die Zeit bis zur Pause und die Dauer derselben einstellen, zudem die Dauer eines möglichen Aufschubs. Auf Wunsch können die Knöpfe fürs Aufschieben oder Überspringen einer Pause gleich ausgeblendet werden. Es ist möglich, die Zeitmessung automatisch unterbrechen zu lassen, wenn man gerade nicht am Computer arbeitet.

workrave
Der Einstellungsdialog von Workrave

Steht eine Auszeit an, erscheint auf dem Bildschirm ein Warnhinweis (sofern man diesen nicht ausschaltet). Während der Pause wird ein Balken gezeigt, auf welchem die restliche Dauer ersichtlich ist. Auf Wunsch lassen sich in den Ruhepausen sogar verschiedene Bewegungs- und Dehnübungen einblenden. Sie wirken zumindest etwas der Bewegungsarmut entgegen. Die Übungen sind zwar schon illustriert, etwas mehr Abwechslung hätte aber nicht geschadet. Es bleibt dem Nutzer überlassen, andere Bewegungsformen einzubringen. Übrigens kann auch jederzeit per Mausklick eine Ruhepause eingelegt werden. Man muss nicht extra darauf warten, bis die Uhr abgelaufen ist.

workrave2
Entspannungsübungen in Workrave

Zwei weitere nette Features bietet das Werkzeug an: Einerseits werden die eingelegten Pausen detailliert erfasst und in einer Statistik angezeigt. Andererseits kann sich das Programm über das Netzwerk mit anderen Installationen von Workrave verbinden. Mit anderen Worten: Man kann auf verschiedenen Computern arbeiten, ohne dass die Zeitmessung dazu neu lanciert werden muss. Auf der Webseite steht ein Installationspaket für Windows zur Verfügung. Ansonsten kann der Source Code von Hand kompiliert werden.

» Workrave (Open Source)

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4 Kommentare

  1. kapomuk
    schrieb am 27. Juni 2008 um 19:57 Uhr (#)

    Am Mac macht dasselbe MacBreakZ.

    -kapomuk

  2. Sam Brown
    schrieb am 28. Juni 2008 um 10:06 Uhr (#)

    Ich wollte grade schon fragen ob es da auch was für den Mac gibt. ;)

  3. Peter S.
    schrieb am 28. Juni 2008 um 16:11 Uhr (#)

    Hier das passende Video zu diesem Blog:

    http://www.hornoxe.com/to-do-list/

  4. Schreibt hier auf dem Blog Florian Steglich
    schrieb am 28. Juni 2008 um 16:49 Uhr (#)

    » kapomuk: Danke für die Ergänzung!
    » Peter S.: Ja, ganz nettes Video. Aber wenn Du bei jedem Besuch unseres Blogs hier schlechte Laune bekommst (so klingen jedenfalls all Deine Kommentare), lass es doch einfach, hm?

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