Was schwer fällt, sollte man häufiger tun

Peter Giesecke, 26. Juni 2008 17:15 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Wöchentliche Gewohnheiten einzuüben, ist nicht einfach. Man kann die Aufgabe allzu leicht auf den nächsten Tag schieben. Unser Tipp: Eine Zeitlang sollte man diese Gewohnheiten täglich trainieren.

Einen natürlichen Rhythmus, bestimmte Aufgaben zum Beispiel an einem Dienstagabend zu erledigen, kenne ich nicht. Das mag beim Brötchenholen am Sonntag funktionieren, und an den Wohnungsputz am Samstag erinnert mich immerhin mein schlechtes Gewissen. Bei kleinen, lästigen Aufgaben, die man gerne unter der Woche erledigt, ist das jedoch anders. Was unterscheidet schon einen Dienstag von einem Mittwoch oder einem Donnerstag? Wöchentliche Gewohnheiten anzunehmen, fällt oft schwer.

So eine Gewohnheit kann die wöchentliche Übung auf der Turnmatte sein (der Rücken!), aber auch die wöchentliche Ordnung der Finanzen. Das kann man sich in den Kalender schreiben oder auf die To-Do-Liste setzen, richtig (mein System, wie ich eine Aufgabe an einem bestimmten Wochentag auf die To-Do-Liste setze, habe ich hier bereits beschrieben).

Lästige Aufgaben werden gerne geschoben

Das vollständige Abarbeiten einer Liste an einem Tag fällt mir jedoch schwer, da auch an einem normalen Arbeitstag immer wieder dringende Aufgaben auftauchen, die meinen Zeitplan umwerfen. Einige Aufgaben muss ich dann zwangsläufig auf den nächsten Tag verschieben. Und oft verschiebe ich dann immer wieder die gleichen Aufgaben.

Aus diesem Grund arbeitet man mit Gewohnheiten und Ritualen. Sie helfen bei den Dingen, die man nicht so gerne erledigt - für die anderen ist man schließlich motiviert genug. Doch wie übt man eine wöchentliche Gewohnheit ein? Man kann sie zum Beispiel mit einer anderen Aufgabe verbinden. So lässt sich die Sportübung mit einer Sendung im Fernsehen verknüpfen, die man regelmäßig sieht.

Üben, üben, üben

Unser Tipp ist jedoch: Macht ein tägliche Gewohnheit daraus! Das hört sich erst einmal nach Mehrarbeit an, stimmt aber nur im geringem Maße. Schließlich verteilt sich nur das wöchentliche Pensum auf sieben Tage bzw. auf fünf Arbeitstage. Auf diese Weise fällt es leichter, die Aufgabe jeden Tag anzugehen, weil sie kleiner ist. So gewöhnt man sich an die Abläufe, wird sicherer und schneller in der Erledigung.

Hat man erst einmal die innere Sperre überwunden und die Arbeit geht täglich leicht von der Hand, dann kann man langsam auf einen wöchentlichen Rhythmus umstellen. Wenn eine Aufgabe auf den Mittwoch gelegt werden soll, lässt man sie erst am Dienstag weg, dann auch am Montag. Und schon bald ist man im Wochenrhythmus drin.

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