Das kleine Einmaleins:
Der Wegwerftag

Florian Steglich, 23. Juni 2008 17:05 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

Der Sammler in uns hebt gern alles auf – man weiß ja nie, wozu man das vielleicht noch mal … Dabei macht Wegwerfen doch so viel Spaß. Am meisten, wenn man es noch etwas inszeniert.

(Hinweis: Im «kleinen Einmaleins» sammeln wir grundlegende Produktivitäts-Tipps und -Tricks, die auch herausgelöst aus Systemen wie GTD o.ä. hilfreich sind. Hier findest Du die Übersicht aller bisher erschienenen Artikel.

Diesen Tipp gibt unter anderem auch David Allen in «Getting Things Done», er schildert darin, wie ganze Belegschaften an einem bestimmten Tag im Jahr in bequemen Klamotten zur Arbeit erscheinen, große Container aufstellen und voller Wonne wegwerfen, was die Mülltüte hält. Sinnvoll ist das aber auch in kleinerem Rahmen, und sei es nur Dein Arbeitszimmer:

Halte Dir einmal im Jahr einen ganzen Tag als «Wegwerftag» frei und wühle Dich durch Deine Papierablagen, Schuhkartons und Festplatten. Gut geeignet ist zum Beispiel ein Samstag (so dass man noch Müllsäcke nachkaufen kann) im Frühjahr (um die Aufbruchsstimmung zu nutzen, die diese Jahreszeit verbreitet) oder ein trüber Wintertag in der toten Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr.

Dabei gibt es zwei Möglichkeiten, «Zeug» auszumisten:

Der erste Weg ist der, es tatsächlich wegzuwerfen: Ab in den Müll mit überholten Unterlagen, kaputten Geräten, gebrochenen Bleistiften und hässlichen Accessoires.

Die zweite Möglichkeit ist das Archivieren. Wenn Du etwa eine A-Z-Ablage für wichtige Dokumente hast, schau sie durch und überlege, welche davon Du nicht mehr in Griffweite brauchst. Da ist die Mappe mit der Autoversicherung ganz prominent unter «A», obwohl die Karre seit Monaten auf dem Schrottplatz steht? Die Prüfungsunterlagen fürs neulich abgeschlossene Studium? Die Steuerunterlagen von vor drei Jahren? Das alles willst oder solltest Du nicht wegwerfen, aber Du brauchst es auch nicht mehr täglich – nicht einmal mehr monatlich. Pack es in Ordner oder Archivboxen und bring es außer Sichtweite in den (trockenen) Keller oder die Abstellkammer.

So hältst Du Deine Ablage auf dem schlanken Stand eines Handapparates, die Schubladen benutzbar übersichtlich, und wenn Du dasselbe mit den digitalen Ablageorten machst (siehe Tipps unten), werden auch die nicht im Müll ersticken.

Tipps zum Aufräumen auf imgriff.com:

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3 Kommentare

  1. Claudia
    schrieb am 24. Juni 2008 um 13:25 Uhr (#)

    Da bin ich grade dabei – und es tut sehr gut! Hier mein Bericht vom Ausmisten.

  2. Kahni
    schrieb am 19. Mai 2009 um 13:35 Uhr (#)

    das mach ich öfters als einmal im jahr, dabei räum ich auch gleich noch ein wenig um, so dass mir das aufgeräumte zimmer noch viel besser gefällt und weniger ist mehr, je weniger rumsteht, desto schöner siehts aus

  3. Max
    schrieb am 12. November 2009 um 20:47 Uhr (#)

    Dinge, die andere Menschen noch brauchen könnten, kann man auch verkaufen, z.B. per eBay. Dadurch bekommt man nicht nur Geld, sondern tut auch etwas für den Umweltschutz!

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