Festplatte aufräumen:
Der schonende und der radikale Weg

Immer größere Speicherkapazitäten verleiten dazu, den verfügbaren Platz ohne Zögern auszunutzen. Im Laufe der Zeit sammelt sich so einiges auf der Festplatte an. Alles, was nicht regelmäßig gebraucht wird, sollte jedoch besser gelöscht oder archiviert werden.

Es fällt leichter, den Überblick zu behalten, wenn nicht alles zugemüllt ist. Daher lohnt es sich, von Zeit zu Zeit die Festplatte vom angestauten Ballast zu befreien. Luzius Müller gab dazu vor nicht allzu langer Zeit ein paar Tipps auf dem Schweizer Radiosender DRS3.

Die schonende Variante

  • Der einfachste Weg ist zugleich der aufwendigste: Jeder Ordner wird von Hand auf nicht mehr benötigte Dateien geprüft.
  • Effizienter ist es jedoch, diesem Prozess eine Suchanfrage voranzustellen.
    Dabei sucht man nach Dokumenten, die innerhalb eines bestimmten Zeitraumes (z.B. eines Jahres) nicht mehr geöffnet oder verändert wurden – diese Dokumente wirst Du vermutlich auch in den kommenden Monaten nicht benötigen. So eine Suche ist bei allen Betriebssystemen mit Bordmitteln möglich.
  • Insbesondere um Festplattenplatz frei zu machen, kann sich die Suche alternativ auf große Dateien beschränken (z.B. größer als fünf oder zehn Megabyte). Eine etwas elegantere Lösung dafür bieten die beiden Tools SequioaView (für Windows) und Disk Inventory X (für Mac OS), die wir bereits früher vorgestellt haben.
  • Wer nicht nur seine Unterlagen, sondern auch sein System abspecken möchte, sucht nach Programmdateien, welche schon lange nicht mehr ausgeführt wurden. Die dazugehörige Software kann man schließlich entfernen.
  • Ist noch etwas Zeit vorhanden, kann man auch gleich die Mailbox entstauben.

Die radikale Variante

  • Den ganzen Sortierprozess kann man sich sparen, wenn man eine etwas radikalere Vorgehensweise wählt. Alle Dokumente werden auf einen externen Datenträger gespeichert und dann von der Festplatte gelöscht. Was man später noch einmal braucht, kann man sich von dort wieder zurückholen. Diese Variante spart viel Zeit beim Aufräumen, jedoch ist der spätere Suchaufwand relativ hoch, wenn man regelmäßig etwas aus dem Archiv holen muss. Im Gegenzug erhält man dafür gleich ein Backup, welches nach (und je nach Umfang der Aktion auch vor) dem Entrümpeln sowieso angefertigt werden sollte.

[via DRS3 Digital - den Podcast gibt's bei iTunes]

Mehr lesen

Zeit sparen: Ordnung im Geschirrspüler

15.4.2011, 18 KommentareZeit sparen:
Ordnung im Geschirrspüler

Kleine Dinge haben oft eine grosse Wirkung: Den Geschirrspüler richtig einzuräumen spart pro Jahr fast einen Tag. Ein Praxisbericht.

20.8.2010, 0 KommentareCult of Less:
Ein Nachschlag

Kelly Sutton, einer der Protagonisten der BBC-Story über den «Cult of Less», hat im Blog Boingboing mehr über seinen Lebensstil geschrieben.

Cult of Less: Die Extrem-Minimalisten

17.8.2010, 3 KommentareCult of Less:
Die Extrem-Minimalisten

Kelly Sutton ist 22 Jahre alt und ein «21st-Century Minimalist». Er besitzt wenig mehr als einen Laptop, ein iPad, einen Kindle, zwei externe Festplatten und ein paar Klamotten.

6 Kommentare

  1. Dave
    schrieb am 13. Juni 2008 um 16:25 Uhr (#)

    Als unentbehrliches Tool zum Aufräumen meiner Festplatte benutze ich WhatSize auf dem Mac. Dieses Programm ist zwar seit einiger Zeit nicht mehr Freeware, in meinem Artikel “Festplatte aufräumen mit WhatSize” verrate ich jedoch u.a., wo man die letzte Freeware-Version herbekommt.

  2. Schreibt hier auf dem Blog Florian Steglich
    schrieb am 13. Juni 2008 um 16:33 Uhr (#)

    in meinem Artikel ?Festplatte aufräumen mit WhatSize? verrate ich jedoch u.a., wo man die letzte Freeware-Version herbekommt.

    :D Nett geteasert, es sei Dir gegönnt.

  3. Dave
    schrieb am 13. Juni 2008 um 16:37 Uhr (#)

    [?] es sei Dir gegönnt.

    Danke! Sehr großzügig! :-)

  4. Peter S.
    schrieb am 16. Juni 2008 um 01:54 Uhr (#)

    Noch besser…
    zuerst radikal, alles auf die Zusatz-Festplatte raus, dort sortieren und was nötig ist wieder zurückkopieren.

  5. asaaki
    schrieb am 30. Juni 2008 um 18:01 Uhr (#)

    ich würd’s auch in der mischvariante von peter s. handhaben. radikal ein backup extern und sich dann davon die wirklich noch benötigten daten aufs system kopieren.

    wer viel zeit investiert, kann sein backup auch schon strukturieren, dann findet mensch auch dort noch die daten mit wenig aufwand.

  6. nikosch
    schrieb am 12. Januar 2011 um 16:53 Uhr (#)

    „Im Gegenzug erhält man dafür gleich ein Backup, welches nach (und je nach Umfang der Aktion auch vor) dem Entrümpeln sowieso angefertigt werden sollte.“

    Was heißt hier, man erhält ein Backup. Verschieben von einem Datenträger auf einen anderen meint doch trotzdem, alles nur auf einem liegen zu haben.. Eine externe Platte kann auch kaputtgehen. Vom Tisch fallen z.B.

    Ansonsten ist Weg 2 schon nicht schlecht. Im übrigen lohnen sich gerade am Anfang des Jahres 2 Sachen:
    - Hinterfrage Deine aktuelle Ordnerstruktur. Reicht sie noch für anfallende Arbeiten? Hat sie sich im letzten Jahr als praktikabel erwiesen? Plane ggf. ein neues Ablagesystem und setze es um. Sachen aus dem Vorjahr über den Lauf der Zeit langsam dorthin einlagern.
    - Plane Backupkonzepte und liste sehr wichtige Daten auf (z.B. abgelegte Zugangsdaten, steuerlich relevantes..), was nicht im Datennirvana verschwinden darf.

Pingbacks

Pingbacks anzeigen...

Diesen Artikel kommentieren

Wir sind sehr an einer offenen Diskussion interessiert, behalten uns aber vor, beleidigende Kommentare sowie solche, die offensichtlich zwecks Suchmaschinenoptimierung abgegeben werden, zu editieren oder zu löschen. Mehr dazu in unseren Kommentarregeln.