Geistesblitze auf Band gesprochen

Gastautor, 30. Mai 2008 16:02 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Wenn es wichtig war, wird es Dir wieder einfallen? Von wegen. Wer sichergehen will, dass er nichts mehr vergisst, muss jeden Gedanken sofort festhalten. Wenn nichts zum Schreiben in der Nähe ist, empfehlen wir ein Diktiergerät oder Handy.

Von Peter Giesecke

Die besten Ideen kommen bekanntlich unter der Dusche oder in der Badewanne. Wer es aber gewohnt ist, seine Gedanken auf Papier festzuhalten, hat nun ein Problem. Unter der Dusche müsste man ein Papier erfinden, das Wasser abweist. Wir vertrauen da ganz auf die Weltraumforschung, aber für die Badewanne haben wir bereits jetzt ein paar Tipps.

Es soll Leute geben, die in der Badewanne liegend einen kompletten Roman formuliert haben, gesprochen auf ein Diktiergerät. Dort hat man schließlich Zeit und Muße. Am Schreibtisch lässt sich dann zurück- und wieder vorspulen, um jedes gesprochene Wort in das System seines Vertrauens zu überführen. Dies gilt natürlich auch für Projektplanungen und spontane Geistesblitze.

Muss es wortwörtlich sein?

In den meisten Fällen ist es aber nicht notwendig, einen einmal ausgesprochenen Gedanken wortwörtlich zu erfassen. Es reicht, diesen anzuhören und in anderen Worten niederzuschreiben. Die Anschaffung eines Diktiergeräts ist also nicht notwendig, ein MP3-Player mit Aufnahmefunktion reicht durchaus.

Auch das Handy eignet sich für den gesprochenen Gedankenblitz: Wenn es nicht ohnehin eine Aufnahmefunktion hat, hilft die Voicemail oder ein klassischer Anrufbeantworter. Die muss man sowieso abhören, warum also nicht gleich dort anrufen und sich selbst ‘aufs Band’ sprechen?

Die eigene Voicemail anrufen

Damit man aber nicht den Festnetzanschluss ein Zimmer weiter anruft und etwaige Mitbewohner hochschreckt, kann man sich bei einem Voice-over-IP-Anbieter auch ein kostenloses Konto anlegen, das eine eigene Rufnummer und eine Mailbox umfasst. Die Sprachnachrichten selbst können dann auch per E-Mail zugestellt werden. Schließlich möchte man keine weitere Inbox schaffen.

In Zukunft wird es zudem möglich sein, Sprachnachrichten automatisch in Text umzuwandeln - Yahoo nutzt bei Suchanfragen bereits den Dienst vlingo, um gesprochene Fragen in Text zu transformieren und an die Suchmaschine zu übergeben. Wer druckreif sprechen kann, wird es dann mit dem Badewannenroman noch leichter haben.

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2 Kommentare zu diesem Artikel

  1. Hanno

    schrieb am 2. Juni 2008 um 05:46 Uhr (#)

    Gedankenblitze lassen sich so sicherlich sehr gut festhalten, auch aus eigener Erfahrung - ein wirklicher Produktionsgewinn ist damit jedenfalls verbunden.

    2 Anmerkungen habe ich dennoch dazu:

    - Diktierfunktion vom Handy, den sollte man dann schon als Shortcut im Schnellzugriff haben, denn sonst gewinnt man nichts dabei.

    - Zumindest auf die Checkliste für den Wochenrückblick sollte man diese (weitere) InBox aufnehmen, da man sie sonst gerne mal vergisst.

    Grüße

  2. Kai

    schrieb am 2. Juni 2008 um 06:45 Uhr (#)

    Schöner Artikel. Wasserabweisendes Papier ist jedoch schon lange keine Zukunftsmusik mehr, sondern seit mehreren Jahren bereits verfügbar.

    Gruß,
    Kai


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