Das kleine Einmaleins:
Gleichartige Aufgaben
zugleich erledigen
Von Florian Steglich am 15. Mai 2008 um 18:04 Uhr Kommentare (3)
Kategorien: Tricks
Tipp 3 aus unserem kleinen Einmaleins der Produktivitätstricks: Es wird zusammen erledigt, was zusammen erledigt gehört.
(Hinweis: Im «kleinen Einmaleins» sammeln wir grundlegende Produktivitäts-Tipps und -Tricks, die auch herausgelöst aus Systemen wie GTD o.ä. hilfreich sind. Hier findest Du die Übersicht aller bisher erschienenen Artikel.
Der dritte Tipp kommt jedem bekannt vor, der zum Beispiel David Allens «Getting Things Done» (GTD) gelesen hat, auch wenn Allen das sicher nicht erfunden hat:
Erledige gleichartige Aufgaben hintereinander zur gleichen Zeit - Telefonanruf nach Telefonanruf, E-Mail-Antwort nach E-Mail-Antwort, Billigflug-Suche nach Billigflug-Suche. Das ist das Prinzip der GTD-Kontextlisten, und es hat zwei Vorteile:
- Man muss sich in einer bestimmten Situation (einem Kontext) nicht durch alle irgendwann anstehenden Aufgaben wühlen, sondern sieht nur die vor sich, die man aktuell erledigen kann - das beste Beispiel hierfür ist der gute alte Einkaufszettel.
- Man muss nicht zwischen verschiedenen Tätigkeitsmustern wechseln, sondern bleibt für eine Weile zum Beispiel im «Telefoniermodus» und wird so schneller und konzentrierter.
«Batch process tasks» nennen das Ganze die US-Blogger, der Begriff kommt aus dem Computerbereich. Kontextlisten sind dafür sehr praktisch, aber nicht essentiell: Gleichartige Aufgaben in einem Aufwasch erledigen kann jeder, unabhängig davon, ob er solche Listen führt oder nicht. Der zweite Vorteil - dass man nicht permanent zwischen verschiedenen Tätigkeitsmustern hin- und herschaltet - ist der wichtigere. Bei manchen Arbeiten spart man dadurch auch «materiell» Zeit, etwa, wenn man Küchen- und Badputz zusammenlegt und nur einmal die Putzmittelchen dafür hervorholt.
Wer noch nicht bewusst nach diesem Prinzip verfährt, startet am besten mit zwei Aufgabenarten: Telefonanrufe und E-Mail-Beantwortung. Notiert auf einem kleinen Zettel alle Anrufe, die zu erledigen sind, und nehmt Euch das Telefon vor, wenn, sagen wir, vier zusammengekommen sind (natürlich nur solche, die ein wenig Aufschub vertragen). Und zwingt Euch, nur zwei- oder dreimal am Tag gesammelt E-Mails zu beantworten statt jedesmal, wenn eine neue im Postfach aufschlägt. Nach und nach werden Euch weitere mögliche Anwendungen für diese Regel einfallen.
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3 Kommentare
Sinnvolles Prinzip, besonders für nicht komplexe Tätigkeiten, wie Telefonanrufe, kleine Haushaltsarbeiten usw.
Bei größeren Aufgaben mache ich es gerade umgekehrt: nachdem ich einige Stunden vor dem Programmcode gesessen habe, beginne ich etwas total Anderes zu machen.
imgriff.com » Blog Archiv » Besser arbeiten mit kleinen Schritten
schrieb am 30. Mai 2008, 20:01 Uhr (Permalink zum Kommentar)[…] Routinen helfen Dir, Aufgaben automatisch und am Stück zu erledigen. Bestimme die Zeiten, in denen Du Mails abrufen und beantworten willst. An diesen Zeiten bearbeitest Du die Mails dann am Stück. Das geht schneller, als wenn Du Dich laufend unterbrechen lässt, um Mails zu lesen und dann irgendwann zu bearbeiten. Verfahre genau so mit anderen Aufgaben. Weitere Tipps dazu findest Du in diesem Artikel: Gleichartige Aufgaben zugleich erledigen. […]
imgriff.com » Blog Archiv » Der Link am Morgen: Sortiert abarbeiten
schrieb am 13. Juni 2008, 10:44 Uhr (Permalink zum Kommentar)[…] «kleinen Einmaleins» haben wir neulich schon empfohlen, gleichartige Aufgaben hintereinander abzuarbeiten. Blogger Darren Rowse hat nun sehr anschaulich und detailliert aufgeschrieben, wie ihm dieses […]
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Réka
schrieb am 16. Mai 2008, 08:39 Uhr (Permalink zum Kommentar)