Wie Verallgemeinerungen uns das Leben vermiesen

Simone Janson, 5. Mai 2008 19:20 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Natürlich ärgern wir uns gelegentlich über Kollegen. Wenn daraus aber verallgemeinerte Urteile werden, ist das kontraproduktiv.

“Kollegin X ist immer total unfreundlich, die kann mich absolut nicht leiden” oder “Was sind das für total unfähige Idioten im Nachbarbüro, die kriegen nichts auf die Reihe”. Mal ehrlich: Denkst Du sowas auch manchmal - und das nur, weil die Kollegin Dich auf dem Flur nicht gegrüßt hat, oder weil der Kollege im Nachbarbüro eine wichtige E-Mail versemmelt hat?

Eigentlich ärgern wir uns in solchen Momenten nicht darüber, dass die Kollegin grundsätzlich einen schlechten Charakter hat.

Wir ärgern uns vielmehr über diese Situation, die vielleicht schon einmal vorgekommen ist. Und wir verallgemeinern. Nur weil das schon mal vorgekommen ist, glauben wir nun, es sei die Regel. Das ist nicht nur falsch, es ist auch kontraproduktiv: Weil wir auf diese Weise Aversionen gegen die Kollegen aufbauen, statt gut mit ihnen zusammenzuarbeiten. Und weil wir unzufrieden werden.

Überleg Dir einfach mal, wie Du Deine eigene, persönliche Situation bewertest, wenn so etwas passiert. Mach Dir klar, was Du in genau so einem Moment denkst. Definiere genau, was Dich ärgert und unzufrieden macht: Ist die Kollegin wirklich immer unfreundlich oder nur in bestimmten Situationen? Schreib Dir vielleicht sogar auf, wann Du Dich ärgerst - und wann nicht. Mach das über einen gewissen Zeitraum, dann kannst Du bald nachvollziehen, dass die Verallgemeinerungen meist so nicht richtig sind. Und schon verfliegt die dicke Luft im Büro!

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1 Kommentar zu diesem Artikel

  1. Lukas

    schrieb am 6. Mai 2008 um 09:06 Uhr (#)

    Und schon verfliegt die dicke Luft im Büro!

    was dann wohl auch eine Verallgemeinerung ist ;) … hach, wenns nur so einfach wäre


1 Trackback

  1. Nur nicht verallgemeinern! : Simone Janson, Journalist und Buchautor - Website und Blog
    (13. Mai 2008 18:32)

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