Ob die Deutschen zu dumm sind, um Privates privat zu lassen, Thomas?
Dieser Beitrag ist Teil einer ?virtuellen Podiumsdiskussion? - mehr dazu am Ende des Textes.
Nun, wenn ich mir manches Profil bei manchem Social Network so ansehe, kann man schon auf diesen Gedanken kommen, finde ich - aber halte trotzdem wenig von solchen Absolutheiten. Aber schön, dass Du die gute alte Medienkompetenz erwähnst, Thomas. Denn das sachichdoch die ganze Zeit: Training braucht es, Training, um den richtigen Kommunikationsweg zur richtigen Zeit einzuschlagen. Das gilt für intime Mitteilungen ebenso wie für Kritik an Podiumsdiskussionen. Twitter und die SMS-Wand auf der re:publica-Konferenz wurden doch vielleicht nur deshalb so rege genutzt, weil beides noch relativ neue Einrichtungen sind. Und vielleicht geht das auch wieder zurück, wenn es sich eingespielt hat.
Oder, aus der anderen Perspektive formuliert: Von Twitter und der SMS-Wand auf der re:publica waren manche doch vielleicht nur deshalb so genervt, weil beides noch relativ neue Einrichtungen sind. Und vielleicht gibt sich das auch wieder, wenn die Leute sich daran gewöhnt haben.
Jochen, was heißt das alles nun für unsere Ursprungsfrage?
Dieser Beitrag ist Teil einer “virtuellen Podiumsdiskussion” zwischen Jochen Mai (Karrierebibel), Thomas Knüwer (Indiskretion Ehrensache), Klaus Eck (PR-Blogger) und Florian Steglich (imgriff.com) - hier mehr zum Hintergrund. Und so funktioniert der Blog-Talk: Am Ende jedes Beitrags stehen zwei Links. Der Erste führt zum vorherigen Beitrag, der Zweite zum nächsten. Ihr selbst, liebe Leser, könnt die einzelnen Beiträge jederzeit kommentieren, wobei wir auf den ein oder anderen Kommentar im Verlauf der Debatte gerne eingehen. Auch die Kommentierung durch einen eigenen Beitrag (inkl. Trackback) ist natürlich möglich. Bitte habt aber Verständnis dafür, dass wir die virtuelle Talkrunde nicht erweitern können, da der Verlauf der Debatte sonst völlig chaotisch und kaum noch verfolgbar werden könnte.
Ohne Zweifel: Wichtige Entscheidungen sollten gut überlegt sein. Aber oft hat man schlicht nicht die Zeit dafür. Wie also fällt man unter Zeitdruck am besten eine Entscheidung?
Wenn Entscheidungen weitreichende Konsequenzen haben, braucht man Ruhe, um Informationen zu sammeln und diese gegeneinander abzuwägen. Das gilt besonders dann, wenn die Entscheidung nicht nur für das eigene Leben gilt, sondern auch Auswirkungen auf andere hat - zum Beispiel auf die Familie oder auf Mitarbeiter, für die man Verantwortung trägt.
Das Problem ist nur: Nicht immer hat man die nötige Zeit, eine Entscheidung in Ruhe zu fällen. Da steht plötzlich der Chef in der Tür und will wissen, wie man in dieser oder jener Angelegenheit entschieden hat. Oder es ergeben sich neue Situationen, und man muss ganz spontan eine Entscheidung fällen. Bauchentscheidung sind indes nicht Jedermanns Sache. Darum hier ein paar Tricks, wie man mit Entscheidungen unter Zeitdruck umgehen kann:
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Einer der Ratschläge des Autors Tim Ferriss ist es, berufliche und auch persönliche Aufgaben an Freelancer (etwa in Indien) abzugeben: Lifesourcing nennt er das, das private Outsourcing. Das klingt so bizarr wie faszinierend, und zwar offenbar nicht nur für europäische Ohren: Blogger Steve Rubel berichtet von einem (kleinen) Experiment in Sachen Lifesourcing, bei dem er einen Teil der Arbeit für sein Blog an einen indischen Freelancer vergeben hat:
» An Experiment in Lifesourcing [Micro Persuasion]
Hier erscheint jeden Morgen von Montag bis Freitag ein ausgewählter Link zu einem gelungenen Text rund ums Thema Produktivität. Viel Spaß bei der Lektüre!
Ein Berg dreckiges Geschirr in der Spüle, drei Zentimeter Staub auf dem Parkett, und wo hatte ich noch gleich die Tickets hingelegt? Wenn es ans Aufräumen geht, kann die richtige Musik eine große Hilfe sein. Aber welche Musik ist die richtige?
Über die Frage, ob (und welche) Musik man während des Arbeitens hören sollte, haben wir hier vor einer ganzen Weile schon mal diskutiert. Manche waren da der Meinung, dass man ganz ohne Musik am besten arbeite. Aber einig sind wir uns wahrscheinlich alle, dass es manchmal einfach Musik braucht, um in die Gänge zu kommen, endlich anzufangen. Besonders, wenn es um solche unintellektuellen Tätigkeiten wie Aufräumen, Spülen, Putzen geht. Und da darf es häufig eher laute und eher “pushy” Musik sein. Aber welche ist besonders gut? Das wollen wir jetzt von Euch wissen.
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Jetzt wird’s aber ungenau bei unserem Blog-Talk. Thomas und Jochen, Ihr werft da Einiges in einen Topf, was nicht zusammenpasst.
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Aber zuerst noch ein kurzer Einwurf zum Thema Meetings: Klar ist es unhöflich, während eines Meetings unterm Tisch mit dem Blackberry zu surfen - aber mindestens genauso oft kommt die Unhöflichkeit anderer Konferenzteilnehmer vor, völlig planlos in die Konferenz zu kommen; oder, noch schlimmer, die Unhöflichkeit desjenigen, der sie einberufen hat, nicht exakt zu wissen, was dabei herauskommen soll. Da kann ich das parallele Arbeiten absolut nachvollziehen. Das sind reine Notwehraktionen, ganz ähnlich wie Zuschauer, die sich bei langweiligen Podiumsdiskussionen mit sich selbst beschäftigen. Die Bewaffnung des Publikums mit Twitter und ähnlichem unterstütze ich da völlig.
Doch zurück zum Thema:
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Morgenroutinen sorgen für einen guten Start in den Tag. Mike vom Blog “The Daily Saint” beschreibt, wieso er sein Morgenritual trotzdem regelmäßig - ja, eigentlich schon wieder routiniert - bricht:
» How to Break from a Monotonous Routine [The Daily Saint]
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Was wir angesichts der Infoflut machen sollen, Klaus? Jedenfalls nicht weniger Bücher lesen und zuhören, denn beides finde ich ganz grundsätzlich gut. Vor allem aber sollten wir mitmachen. Mitmachen im Sinne von: Trainieren.
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Wer mit der vielbeschworenen Informationsflut umgehen will, muss das Filtern lernen, und das nimmt einem auch die Technik erst in Maßen ab. Ich behaupte: Man kann nichts monitoren und scannen, ohne sich zumindest anfangs auch mal eine ganze Weile damit zu beschäftigen.
Also: Hinein in die Infofluten, kräftig strampeln, mal etwas Infowasser schlucken, und dann irgendwann oben bleiben. Wenn man soweit ist, kann man auch getrost mal ans Ufer schwimmen und sich eine Auszeit lang sonnen.
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Auf der re:publica-Konferenz in Berlin haben Jochen Mai (Karrierebibel) und ich uns ein kleines Experiment ausgedacht: Eine virtuelle Podiumsdiskussion zum Thema Reden statt Hören - Verändern Kanäle wie Twitter, SMS oder Blogs unsere Gesprächskultur? Heute geht es los.
Der Anlass ist die re:publica selbst, und die vielfach geäußerte Kritik, niemand konzentriere sich vor lauter Paralleltwittern, Nebenbeibloggen und SMS-Wand-Lesen mehr auf die eigentliche Veranstaltung. Wird also von allen bloß noch gesendet und von niemandem mehr empfangen? Reden alle nur noch statt zuzuhören? Das soll Thema unseres virtuellen Blog-Talks sein. Thomas Knüwer (Indiskretion Ehrensache) und Klaus Eck (PR-Blogger) waren sofort dabei, so dass wir also zu viert auf dem, äh, Podium sitzen und diskutieren werden. Und so läuft es ab: Wir schreiben oder filmen hintereinander Beiträge und Antworten und geben das virtuelle Mikro jeweils an einen der anderen Podiumsteilnehmer weiter. Eine feste Abfolge gibt es dabei nicht, und einen genauen Zeitpunkt für das Ende der Diskussion haben wir auch nicht festgelegt. Wir lassen uns überraschen, wie das Experiment läuft. Und gerne würden wir auch den ein oder anderen Kommentar zu unseren Beiträgen aufgreifen, also mischt Euch ein!
» Zum Auftakt des virtuellen Blog-Talks bei Jochen
Das Software-Set, das man benutzt, hat großen Einfluss auf die Art und Weise, wie (und: wie produktiv) man arbeitet. Es ist darum äußerst weise auszuwählen. Einige Tipps dazu gibt es bei webworkerdaily.com - der Text konzentriert sich auf Kosten und Nutzen für Unternehmen und Selbständige, vieles ist aber auch für den Privatgebrauch übertragbar:
» Choosing Your Tools Wisely[webworkerdaily.com]
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In den Kommentaren zum Morgenlink vom 1. April wurde eine deutsche Zusammenfassung von Inbox Zero gewünscht. Gute Anregung, machen wir gerne:
Merlin Mann hat das Inbox-Zero-Prinzip wahrscheinlich nicht erfunden, aber er hat eine sehr gute Serie darüber geschrieben. Diese Serie möchten wir Euch heute vorstellen. Dieser Artikel ist keine Übersetzung, aber es werden die Prinzipien von “Inbox Zero” vorgestellt. Wer die alle konsequent umsetzt, hast seine Mails schon sehr gut im Griff - und nicht mehr umgekehrt. Um soweit zu kommen, muss man sich aber zuerst über ein paar Dinge bewusst werden:
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