Firefox-Erweiterung 8aweek:
Ein strenger Surflehrer

Florian Steglich, 28. April 2008 16:55 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Ich habe ein neues Lieblings-Spielzeug: Die Firefox-Erweiterung 8aweek. Sie protokolliert das Surfverhalten und lässt den (angesichts der Aufzeichnungen geschockten) Nutzer anschließend Zeitgrenzen und Totalblockaden für die zeitfressenden Webseiten einrichten.

Logo von 8aweek8aweek verdankt seinen Namen den acht Stunden, die ein durchschnittlicher Angestellter pro Woche angeblich im Internet vertrödelt. Es kommt als Firefox-Add-on mit eigener Toolbar daher und nimmt sofort nach Installation die Arbeit auf:

  1. Es protokolliert die Besuchsdauer jeder aufgerufenen Website und setzt das in ansehnliche Torten- und Balkendiagramme um.
  2. Auf Basis dieser Protokolle kann man dann entscheiden, bestimmten Websites ein Zeitlimit zu verpassen. Möchte man also beispielsweise nicht mehr als 30 Minuten täglich neuerdings.com (har har har, Kollegen!) lesen, fügt man die Domain einfach als “restricted” hinzu. Das geht sowohl in den Einstellungen auf 8aweek.com als auch über die Toolbar direkt beim Besuchen der Website.
  3. Und wenn man mal völlige Abschottung braucht, kann man die entsprechenden Seiten auch komplett blocken.

Auf dem Screenshot sieht man die Firefox-Toolbar und im Browserfenster die Diagrammdarstellung von 8aweek:

8aweek setzt die Surfprotokolle in übersichtliche Diagramme um.

8aweek setzt die Surfprotokolle in übersichtliche Diagramme um (Screenshot anklicken für bessere Darstellung).

Das Protokollieren jeder einzelnen Seite kann man abschalten, um unbeobachtet weitersurfen zu können. Für detailliertere Ergebnisse lassen sich Subdomains angeben, deren Besuch dann separat mitgeschnitten wird - sinnvoll etwa, um mail.google.com (gutes Surfen) von video.google.com (böses Surfen) zu trennen.

Zusätzlich verleiht 8aweek dem Nutzer Schulnoten (nach dem amerikanischen System) je nach Verweildauer auf den “schlechten” Seiten, bringt eine Read-it-later-Funktion mit, und verspricht künftige “social features” für alle, die sich freiwillig mit E-Mail-Adresse registrieren. Man fragt sich, wie die aussehen werden - gegenseitiges Benoten und Blockieren?

8aweek ist kostenlos, rasch installiert, selbsterklärend und übersichtlich zu bedienen und fördert manch erstaunliches Ergebnis in den Surfprotokollen zu Tage. Das gibt eine astreine Empfehlung von uns. Die Disziplin, erkannte Zeitfresser auch als solche zu kennzeichnen, muss natürlich jeder selbst aufbringen.

» 8aweek.com

[Gefunden bei massenpublikum.de]

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2 Kommentare zu diesem Artikel

  1. Sachar

    schrieb am 28. April 2008 um 17:03 Uhr (#)

    Ein sehr nützliches Tool, das aber erschrickt, wenn man denn wirklich checkt, welche Seiten man wie lange besucht.

  2. Falko

    schrieb am 30. April 2008 um 08:54 Uhr (#)

    Das Tool ist interessant. Was mir aber große Sorgen macht ist der Umstand das die Statistiken offenbar über die Webseite von 8aweek.com angezeigt werden. Dass heißt die sehen mein Surfverhalten offenbar auch. Das kann ich nicht akzeptieren und hab das Ding deshalb ganz schnell wieder deinstalliert.
    Für den Mac gibts ein ähnliches Tool namens “TrackTime”. Das misst auch die Zeit der einzelnen Applikationen und schickt keine Stats raus. kostet allerdings ein paar EURO.


2 Trackbacks

  1. Firefox-Erweiterung 8aweek | richard-heider.de
    (28. April 2008 18:40)
  2. imgriff.com » Blog Archiv » RescueTime: Was mache ich hier eigentlich?
    (8. Juli 2008 19:12)

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