Der innere Schweinehund (I)

Dominik Tschopp, 24. März 2008 14:00 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Unseren inneren Schweinehund kennen wir nur allzu gut. Der unliebsame Begleiter ist pausenlos um uns besorgt und torpediert gezielt unsere Vorhaben. Der Autor Marco von Münchhausen zeigt, wie unser ärgster Feind zum besten Freund werden kann.

Zugegebenermaßen ist “So zähmen Sie Ihren inneren Schweinehund” nicht mehr die aktuellste Publikation auf dem Buchmarkt. Das Thema jedoch scheint immer (noch) aktuell zu sein. Das Buch gliedert sich in drei Teile: Zunächst geht es darum, sich zu sensibilisieren und herauszufinden, wo der eigene Schweinehund am häufigsten im Alltag zuschlägt. Die Tricks und Taktiken der Schweinehunde werden dann im Mittelteil entlarvt. Zum Abschluss werden schließlich Strategien im Umgang mit dem inneren Schweinehund vorgestellt.

Der Schweinehund wird in vielen Alltagssituationen aktiv. Meistens jedoch hat er sich auf ein oder zwei Hauptaktionsfelder spezialisiert. Diese sind von Person zu Person verschieden. Es gilt also, das “Tätigkeitsprofil” des eigenen Schweinehundes zu erkennen.

Statistisch gesehen sind die inneren Schweinehunde am häufigsten in folgenden Bereichen aktiv:

  • Gesundheit, Sport, Bewegung
  • Größere Projekte angehen und durchziehen
  • Ordnung schaffen

Weitere häufige Aktionsfelder sind:

  • Neues anpacken oder lernen
  • Wichtige Entscheidungen treffen
  • Kontaktaufnahme mit anderen
  • Zivilcourage
  • Kultureller Input, Bildung
  • Nichtstun (ja, das gibt es auch!)

Den meisten Menschen wird bereits bekannt sein, wo bei ihnen der Schweinehund am häufigsten aktiv wird. Es schadet aber nicht, sich diese Aktionsbereiche nochmals explizit vor Augen zu führen. Durch diese Auseinandersetzung sensibilisiert man sich schnell für den eigenen Schweinehund. Man erkennt dadurch rascher, wenn der Kollege wieder einmal zuschlägt. Noch besser gelingt dies, wenn man seine Tricks und Taktiken kennt, denen wir uns in einem nächsten Beitrag zuwenden wollen. In der Zwischenzeit empfiehlt es sich, gelegentlich die Ausreden zu notieren, die man sich selber vorhält – oft eine erstaunliche Erfahrung.

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1 Kommentar

  1. Jan
    schrieb am 24. März 2008 um 14:53 Uhr (#)

    Das “Nichtstun” kann in der Tat zum Problem werden. Mein Schweinehund gaukelt mir oftmlas vor, dass es Unmengen von weiteren Sachen zu erledigen gibt obwohl bereits alles getan ist. Somit wandere ich stundenlang herum, immer auf der Suche nach weiteren Aufgaben anstatt mal ganz entspannt “nichts zu tun”. Kaum zu glauben aber wahr.

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