Windows:
Dateien mit einem Klick verschlüsseln
Das Verschlüsseln von Dateien wird oft noch als ein Buch mit (mindestens) 7 Siegeln angesehen. Völlig zu unrecht, finden wir, und stellen zwei einfache Programme zum Verschlüsseln von Dateien unter Windows vor.
Mit Kruptos werden Dateien in wenigen Schritten verschlüsselt. Kruptos kennt zwei Formen der Verschlüsselung. Entweder in Form des kruptoseigenen Dateiformats oder als selbstextrahierendes Archiv. Letztere Vorgehensweise ist in der Regel vorzuziehen, da nur so die verschlüsselten Dateien auch ohne das Programm selbst wieder entschlüsselt werden können.
Bei beiden Vorgängen wählt man lediglich die Dateien und ein Passwort aus, das wie üblich ein zweites Mal bestätigt werden muss. Anschließend werden die Dateien verarbeitet.
Wahlweise kann man die Originaldateien gleich noch mit löschen lassen.

Kruptos verwendet nach eigenen Aussagen den Blowfish-Algorithmus und SHA256, und bindet sich im Kontextmenü des Windows Explorers ein.
» Kruptos kann hier kostenlos runtergeladen werden
Das zweite Tool im Bunde ist Filecrypter. Es läuft ohne Installation. Kann also auch von einem USB-Stick aus, als Teil des Taschenbüros, betrieben werden. Mit Filecrypter kann man allerdings nur einzelne Dateien verschlüsseln. Das Verpacken mehrerer Dateien in ein sich selbst entpackendes Archiv geht nicht. Zum Entschlüsseln benötigt man also immer das Programm selbst.
Auch hier kann man die Originaldateien gleich mit löschen lassen.

Filecrypter verwendet zur Verschlüsselung das AES-Kryptosystem.
» Filecrypter kann hier kostenlos runtergeladen werden
Fazit
Wer nur ab und an mal eine Datei verschlüsseln will, der fährt mit dem leichten Programm Filecrypter ganz gut. Ohne Installation lässt sich dieses auch via USB-Stick bequem überall mit hinnehmen. Was zum Entschlüsseln der Dateien praktisch ist, da hierfür das Programm benötigt wird. Für das Erstellen von mit Passwort geschützten, sich selbst entpackenden Archiven bietet sich dagegen Kruptos an.
Weitere leicht zu handhabende Alternativen gern in den Kommentaren ergänzen!
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5 Kommentare zu diesem Artikel
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blauauge
Truecrypt ist freeware und sowohl für Windows als auch Mac OS X erhältlich.
Mick
Für reine Textdateien finde ich Locknote für Windows grossartig. Das verpackt die Text-Files in sich selber. Wenn man dann noch die EXE-Endung in was anderes umbenennt, lässt sich der Text unauffällig und sicher als Attachment vermailen:
http://locknote.steganos.com
Andreas
Anmerkung: TrueCrypt [1] ist Open-Source, nicht Freeware. Dies ist eine wesentliche Unterscheidung, ganz besonders in der Kryptografie.
TrueCrypt ist mE das Non-Plus-Ultra, was On-The-Fly-Verschlüsselung [2] von Containern und Laufwerken betrifft.
Zum Verschlüsseln von einzelnen Dateien kann AxCrypt [3] empfohlen werden (Open-Source, nur Windows). Durch die Integration in den Windows Explorer ist das Handling sehr bequem. Mit einem Doppelklick zB entschlüsselt AxCrypt eine Datei nur temporär, um es dann im zugehörigen Programm zu öffnen. Verschlüsselt optional selbst den Dateiamen.
[1] http://www.truecrypt.org/
[2] http://en.wikipedia.org/wiki/OTFE
[2] http://www.axantum.com/AxCrypt/
Marcel Weiss
Danke Euch für die Empfehlungen!
Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich Truescript noch nicht kannte.
Ich stimme Dir zu, Andreas, was OpenSource bei Kryptografie angeht.
Btw. auf heise findet sich aktuell ein Sicherheitshinweis bezgl. Truescript.
taffit
YadaByte Disk, frei und OpenSource, verschlüsselt bzw. entschlüsselt nach dem Start alles in dem Ordner in dem es liegt. Die (kleine, standalone) exe wird zwar auch zum Entschlüsseln benötigt, aber da standalone und die schnelle, einfache Bedienung prädestiniert für den USB-Stick.