Der Browser ohne Ablenkungen

Der WebRunner ist ein Browser mit ohne alles. Es wird nur die geladene Seite angezeigt. Das war’s.

Mozillas WebRunner fehlt es im Grunde an allem: Keine Adressbar, keine Tabs, nix, nada. Aber das braucht man alles auch nicht. Denn der Webrunner ist ein seitenspezifischer Browser. Das heißt, man startet eine Seite damit und nutzt diese dann. Wegsurfen geht auch nicht. Für Links zu externen Seiten öffnet der WebRunner den Standardbrowser. Wer jetzt ‘So’n Unsinn!’ ruft, ist nur ungeduldig. Halte inne, Goldfisch.

Perfekt macht sich der WebRunner nämlich für Webapplikationen. Besonders für solche, die man oft oder gar permanent in einem Tab geöffnet hat. Wie GMail beispielsweise. Schnell und fast wie ein Desktopprogramm lassen diese sich mit diesem Browser bedienen.

Um Seiten mit dem WebRunner öffnen zu können, benötigt man sogenannte webapp-Dateien. Diese Dateien sind mehr oder weniger nur aufgebohrte Bookmarks. Man speichert sie auf dem Desktop oder an geeigneteren Orten zum schnellen Aufrufen der entsprechenden Seite im WebRunner.

Wie man sich seine eigene Webapp-Datei für die Lieblingsseite erstellt, steht hier. Für einige Webapplikationen gibt es bereits fertige Dateien zum runterladen.

Zum Beispiel:

Gmail: Gmail.webapp

Google Reader: greader.webapp

Webrunner ist für Windows, Mac und Linux verfügbar.

webrunner

 

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8 Kommentare

  1. Julian Schrader
    schrieb am 23. Oktober 2007 um 06:23 Uhr (#)

    Interessantes Konzept, lässt Web und Desktop noch weiter verschmelzen.

    Noch ein Stück weiter geht es für Mac User mit dem Programm Mailplane, das exakt auf GMail zugeschnitten ist: http://mailplaneapp.com/

  2. humpaaa
    schrieb am 23. Oktober 2007 um 07:44 Uhr (#)

    Durchaus ein interessantes Konzept wie Julian schreibt. Aber: a) bei dem Icon müssen die echt nochmal bei! Selten, etwas derart hässliches gesehen. Und b) ich habe das gerade mal ausprobiert und auf einen Link innerhalb einer E-Mail geklickt. Der Link wird leider nicht im Standardbrowser sondern innerhalb Webrunners geöffnet. :-/

  3. humpaaa
    schrieb am 23. Oktober 2007 um 07:45 Uhr (#)

    Ach ja: Und Apfel + Q schließt den Webrunner ohne Nachzufragen. Auch da muss was passieren! Denn genau damit ist das absolut unbrauchbar für Webapplikationen!

  4. humpaaa
    schrieb am 23. Oktober 2007 um 07:51 Uhr (#)

    Aber was ich gut finde: Aqua-Based Buttons beim Mac und nicht diese hässlichen Firefox-Teile.

  5. Peter Hogenkamp
    schrieb am 23. Oktober 2007 um 08:02 Uhr (#)

    Bin auch am Testen. Gar keine schlechte Idee. Hab allerdings schon ein paar Schwächen entdeckt und frage mich, ob ein FF-Plugin, das ihn in einem Webrunner-ähnlichen Simpel-Modus startet, nicht besser wäre.

  6. Schreibt hier auf dem Blog Marcel Weiss
    schrieb am 23. Oktober 2007 um 09:32 Uhr (#)

    Julian: Von Mailplane hab ich auch schon viel Gutes gehört. Leider hab ich keinen Mac. ;)
    -
    humpaaa: Stimmt, hässliche Symbole. Und was die ausgehenden Links bei Gmail angeht: Stimmt auch, eigenartig. Kann sein, dass man das Verhalten in den webapp-Dateien festlegen kann, weiß ich aber jetzt nicht. Beim GReader-webapp werden die ausgehenden Links im Standardbrowser geöffnet. So kann man aber wenigstens mit GMail leicht eigene Webapp-Dateien erstellen:
    In Gmail eine Email mit dem Link zur gewünschten Seite schreiben.
    Abspeichern.
    Im Entwurf Link klicken.
    Auf der Seite dann unten rechts im Webrunner auf das Zahnradsymbol klicken und “Install to Desktop” wählen.
    -
    Cheffe (Peter): Ein FF-Plugin wäre ja dann mehr oder weniger nur etwas wie das Fuller Screen-Addon, das den Vollbildmodus verbessert und einstellbar macht: https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/4650
    Vielleicht liegt es ja auch daran, dass ich immer viele Tabs im Firefox offen habe, aber der Webrunner läuft bei mir auch einfach flüssiger als Firefox (und klar, er verbraucht auch weniger Speicher). Deswegen finde ich den Einsatz für täglich genutzte Webapplikationen recht passend.

  7. humpaaa
    schrieb am 6. November 2007 um 14:18 Uhr (#)

    Mttlerweile ist Prism raus. Vieles wurde verbessert. Das Programm erzeugt selbständig webapp-Dateien und auch das Icon ist bedeutend aufgehübscht worden. Allerdings: Nach wie vor lässt sich das Programm ohne jegliche Nachfrage schließen, was für viele Webapplikationen schlicht und ergreifend den Tod bedeutet. :( Also leider immer noch unbrauchbar. :-/

  8. Rudi
    schrieb am 21. März 2008 um 17:49 Uhr (#)

    Ich bin da noch etwas skeptisch, über den Sinn und Zweck vom Webrunner/Prism. Auch wenn beim “normalem” Browser sehr viele Sachen sind, die nicht so häufig genutzt werden, so stören sie doch auch nicht. Aber evtl. muss ich nur mal etwas häufiger testen.

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