So kommen wir auf Touren
Olaf Kolbrück hat im Blog Off the Record einen Blogkarneval zum Thema “Kreativitätstechniken” ausgerufen, bei dem wir uns mit imgriff.com natürlich beteiligen. Thematische Ehrensache sozusagen.
Bei der Recherche sind wir auf so zahlreiche Techniken und Tricks gestoßen, dass wir daraus eine kleine Serie machen wollen. Zum Start aber bleiben wir eher anekdotisch und unakademisch: Unser Beitrag zum Blogkarneval ist das Ergebnis einer schnellen internen Umfrage unter den Blogwerk-Bloggern, zwei Methoden, die wir anwenden, um kreativ auf Touren zu kommen:
1. Ideen durch monotone Bewegung
Die typische Situation: Beim Herumrennen im Wald (dem sog. Joggen) kommt einem der ein oder andere Geistesblitz. Kollege Ronnie von medienlese.com stört dabei zwar, dass man die besten Ideen immer dann hat, “wenn man a) zu verschwitzt ist, sie zu notieren (und man weder Papier noch Stift dabei hat) und b) zu sehr ausser Atem ist (und kein Dictafon dabei hat)”, aber das Grundprinzip funktioniert immer wieder. Während eher monotonen Bewegungsabläufen, zu deren Ausführung man nicht nachdenken muss, schaltet man ab, setzen sich die Gedanken oder aber werden so durchgerüttelt, dass sie in neuen Kombinationen wie die Erleuchtung erscheinen.
Und das ist nicht mal eine Frage möglichst beanspruchender Geschwindigkeit. Auch das gesetztere Spazierengehen durch den Park, Garten oder am Fluss entlang kann den Effekt erzeugen. Weitere Beispiele: Duschen, Zähneputzen und Rasieren, Bahnenschwimmen und Saunieren, nächtliche und lange Autofahrten, Bügeln und Putzen.
Unsere Forderung deshalb: Kein wasserdichtes Radio in die Dusche! Keine Hörbücher beim Autofahren! Kein Fernsehen beim Bügeln! Konzentriert euch auf das Monotone, dann sucht sich das Hirn schon selbst die gelungene Ablenkung.
2. Brainstorming in Chat-Telefon-Kombination
Wo der erste Tipp eher auf das Wirken des Gehirns in Alleinarbeit setzt, ist das Brainstorming bekanntermaßen etwas fürs Team. Brainstorming muss man wohl kaum noch erklären, lediglich die wichtigste Regel kann man nicht oft genug wiederholen: Es geht um Quantität, nicht um Qualität. Eine Bewertung der Einfälle findet darum erst nach dem Prozess statt. Nur so kommt wirklich etwas dabei heraus.
Als es uns neuerdings neulich darum ging, einen Namen für das neue Blogwerk-Themenblog fokussiert.com zu finden, taten wir das in einer Kombination aus Telefonkonferenz und Skype-Gruppenchat. Das erwies sich, obwohl nicht so geplant, als sehr effektiv. Jeder, der einen Einfall hatte, tippte ihn ins Skype-Fenster, so dass alle ihn sahen - das vermied akustische Missverständnisse und hatte den Vorteil, dass eine lange Liste an Vorschlägen entstand, ohne dass jemand protokollieren musste. Da das in Skype sehr fix geht und natürlich auch alle parallel tippen können, hat man so auch keinen Zeitverlust und es geht nichts verloren. Die Telefonkonferenz beschränkte sich währenddessen übrigens zum Teil aufs Lachen über die eher abstrusen Vorschläge (so gesehen haben wir die Wertung nicht völlig aus diesem Teil des Prozesses herausgehalten). Insgesamt eine Kombination, die einem realen Zusammentreffen zum Brainstorming ebenbürtig ist.
Welche Kreativtechniken wendet Ihr an? Über welche wüsstet Ihr gern mehr? Welche sollen wir in unserer kleinen Serie unterbringen? Sagt es uns in den Kommentaren!
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