Ikea:
Hacks ja, aber nicht mit unserem Namen
Ikeahacks sind beliebt. Dem Umbauen der schwedischen Massenprodukte zu individuelleren Möbeln – oder gleich zu völlig anderen Nutzungen – widmet sich seit langem das amerikanische Blog ikeahacker.blogspot.com.
Da gibt es Kunstpelz-Katzenbetten, Arbeitszimmer aus Einbauküchen und Lampen aus Käsereiben. Nicht jede Studentenbude muss gleich aussehen. Unter der Domain ikeahacker.de gab es sowas bis vor kurzem auch auf Deutsch. Das gefiel dem Möbelhersteller aber nicht so gut, man beschwerte sich beim Ikeahacker Thomas Meyer, und der nahm die Seite vom Netz.
Wohlgemerkt: Ikea ließ nicht abmahnen, sondern griff zum Telefon; und man stört sich offenbar auch weniger an den kreativen Umbauten als an der Verwendung des Markennamens. Man müsse ausschließen, dass Verwechslungen geschähen, sagt ein Ikea-Sprecher zu SpOn – schon, weil die Umbauten von IKEA-Möbeln “die Sicherheit gefährden” könnten.
Trotzdem ein nicht ganz kluges Vorgehen des Konzerns, der immer so freundlich tut und uns im Katalog duzt. Was kann einer Marke besseres passieren als so ein Fankult (der, zugegeben, manchmal sehr seltsame Blüten treibt)?
Da Ikea gegen die Hacks an sich aber nichts hat, spricht nichts dagegen, unter anderem Namen weiterzumachen. Stylespion.de bietet schon Unterschlupf an, dem schließen wir uns an und würden auch Asyl gewähren, Martin Hiegl hätte außerdem die Domain schwedenhacker.de übrig.
[via PRblogger.de und Robert Basic, mehr zur Geschichte bei Connected Marketing, der Frankfurter Rundschau und kriegs-recht.de]











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Das mit dem Duzen im Katalog hat ja den relativ einfachen Hintergrund, dass in Schweden jeder jeden duzt. Die einzige Ausnahme ist meines Wissens nach die Königsfamilie…
Das mit dem Schutz des eigenen Markennamens kann ich zumindest teilweise nachvollziehen. Apple und Konsorten sehen es ja auch nicht soo gern, wenn ihr Logo auf Webseiten geht, auf denen ihre Produkte “missbraucht” werden.
» Walter: In Schweden ja, aber es gilt ja nicht grundsätzlich als unklug, kulturelle Besonderheiten von Ländern, in die man expandiert, zu beachten :D Aber ich finde das ja gar nicht schlimm, höchstens manchmal etwas penetrant kumpelig.