Ikea: Hacks ja, aber nicht mit unserem Namen » imgriff.com

neuerdings.com medienlese.com imgriff.com fokussiert.com netzwertig.com fraulich.com

Ikea: Hacks ja, aber nicht mit unserem Namen

Von Florian Steglich am 10. August 2007 um 10:45 Uhr Kommentare (3)
Kategorien: Allgemein

Ikeahacks sind beliebt. Dem Umbauen der schwedischen Massenprodukte zu individuelleren Möbeln - oder gleich zu völlig anderen Nutzungen - widmet sich seit langem das amerikanische Blog ikeahacker.blogspot.com.

Da gibt es Kunstpelz-Katzenbetten, Arbeitszimmer aus Einbauküchen und Lampen aus Käsereiben. Nicht jede Studentenbude muss gleich aussehen. Unter der Domain ikeahacker.de gab es sowas bis vor kurzem auch auf Deutsch. Das gefiel dem Möbelhersteller aber nicht so gut, man beschwerte sich beim Ikeahacker Thomas Meyer, und der nahm die Seite vom Netz.

Wohlgemerkt: Ikea ließ nicht abmahnen, sondern griff zum Telefon; und man stört sich offenbar auch weniger an den kreativen Umbauten als an der Verwendung des Markennamens. Man müsse ausschließen, dass Verwechslungen geschähen, sagt ein Ikea-Sprecher zu SpOn - schon, weil die Umbauten von IKEA-Möbeln “die Sicherheit gefährden” könnten.

Trotzdem ein nicht ganz kluges Vorgehen des Konzerns, der immer so freundlich tut und uns im Katalog duzt. Was kann einer Marke besseres passieren als so ein Fankult (der, zugegeben, manchmal sehr seltsame Blüten treibt)?

Da Ikea gegen die Hacks an sich aber nichts hat, spricht nichts dagegen, unter anderem Namen weiterzumachen. Stylespion.de bietet schon Unterschlupf an, dem schließen wir uns an und würden auch Asyl gewähren, Martin Hiegl hätte außerdem die Domain schwedenhacker.de übrig.

[via PRblogger.de und Robert Basic, mehr zur Geschichte bei Connected Marketing, der Frankfurter Rundschau und kriegs-recht.de]



Vorheriger / nächster Artikel

<< Mitmachen: Blogkarneval Am Wochenende:
Wiedervorlage bauen
>>



3 Kommentare

Walter

Das mit dem Duzen im Katalog hat ja den relativ einfachen Hintergrund, dass in Schweden jeder jeden duzt. Die einzige Ausnahme ist meines Wissens nach die Königsfamilie…

Das mit dem Schutz des eigenen Markennamens kann ich zumindest teilweise nachvollziehen. Apple und Konsorten sehen es ja auch nicht soo gern, wenn ihr Logo auf Webseiten geht, auf denen ihre Produkte “missbraucht” werden.


Florian Steglich

» Walter: In Schweden ja, aber es gilt ja nicht grundsätzlich als unklug, kulturelle Besonderheiten von Ländern, in die man expandiert, zu beachten :D Aber ich finde das ja gar nicht schlimm, höchstens manchmal etwas penetrant kumpelig.


[…] Meyer kommen, der das Blog ikeahacker.de betrieb - solange, bis Ikea sich bei ihm meldete und mitteilte, das nicht so wirklich zu schätzen. Schade um das Blog, und schade für Ikea um die verpasste Chance zum Communitybasteln. Aber es […]


Einen Kommentar schreiben

Hinweis: Wir sind sehr an einer offenen Diskussion interessiert, behalten uns aber vor, beleidigende Kommentare sowie solche, die offensichtlich zwecks Suchmaschinenoptimierung abgegeben werden, zu editieren oder zu löschen. Mehr dazu in unseren Kommentarregeln.


Leseservice

Kontakt

RSS-Feed, was ist das?

Artikel 1x täglich per E-Mail:

E-Mail-Adresse:

Unsere Blogs

Über Blogwerk

imgriff.com: Die Autoren