Bildbearbeitung für Beginner

Florian Steglich, 2. August 2007 11:30 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Logo PikifxVor ein paar Tagen haben wir hier ResizR vorgestellt, eine Software für die eher rudimentäre Bildbearbeitung. Eigentlich klar, dass es sowas auch online gibt: pikiFX.com zum Beispiel, noch im Beta-Status. Kein Spitzentool, aber für Grundlegendes ganz in Ordnung.

Dass das zwischen pikiFX und mir nicht die Liebe des Lebens wird, war ziemlich schnell klar. Bereits der erste Schritt, das Hochladen eines Bildes zum Bearbeiten, wirkt arg mühsam im Vergleich zu Programmen, die auf dem eigenen Rechner liegen. Möglicherweise taugt das Bearbeiten von Bildern, ein nicht selten rechenintensiver Vorgang, grundsätzlich nicht für die Auslagerung ins Web. Während meines Tests mit einem knapp 2 MB großen Bild kam ich jedenfalls zu keinem Zeitpunkt in Gefahr, in einen Bildbearbeitungsflow zu geraten - was bei Photoshop durchaus mal passieren kann.

Nun ist natürlich Photoshop wohl kaum der angepeilte Konkurrent, insofern ist es weder dramatisch noch erstaunlich, dass pikiFX einen Vergleich mit dem Referenzprogramm nicht mal ansatzweise besteht. PikiFX dürfte eher für den gelegentlichen Hobbygebrauch gedacht sein, und dafür ist es ausreichend gerüstet.

Zum Beispiel mit einer Handvoll Effekten, die man aus vergleichbaren Anwendungen kennt - hier zum Beispiel der Ölgemälde-Filter:

Screenshot Pikifx 1Small
Effekte-Fenster von pikiFX - klicken für vergrößerte Ansicht

Die Bedienung wirkt zwar nicht besonders flüssig, ist aber einigermaßen intuitiv - etwa die Schieberegler für die Werkzeug- oder Qualitätseinstellung. Auch die Texteffekte sind ausreichend, erinnern allerdings doch sehr stark an die Word-Art-Effekte, mit denen die Klassenkameraden früher ihre Party-Einladungen verziert haben:

Screenshot Pikifx2 Small
Text-Feature von pikiFX - klicken für vergrößerte Ansicht

Das schnelle Fazit: Bis auf Weiteres ist man mit Desktop-Software zur Bildbearbeitung besser bedient, zu diesem Schluss muss man kommen, wenn man sich diese Web-Anwendung mit dem merkwürdigen Namen ansieht. Aber hat man gerade keinen anderen Editor zur Verfügung, oder will man nur gelegentlich ein paar Bilder mit netten Effekten versehen, tut’s pikiFX.com durchaus. Und wo die zahlreichen Filterfunktionen von Photoshop fehlen, ist die zeitfressende Versuchung zum Herumspielen wenigstens nicht so groß.

» pikiFX.com

[via mashable.com]

P.S.: Wer sich für professionellere Bildbearbeitung interessiert, der schaut am besten mal beim neuen Schwesterblog fokussiert.com vorbei.

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2 Kommentare zu diesem Artikel

  1. David

    schrieb am 3. August 2007 um 04:55 Uhr (#)

    Beginner? …flow? Deutsch lernen und dann wieder schreiben! Plus den Grundkurs in Typographie! Danke!

  2. Florian Steglich

    schrieb am 3. August 2007 um 08:52 Uhr (#)

    Ah, ein Frühaufsteher! Ich finde Sprachfundamentalisten ja sehr sympathisch, aber solche eher harmlosen Anglizismen wiederum nicht sehr dramatisch. Und bei der Typographie hast Du was nicht verstanden, glaube ich. Stichwort “Word Art”.


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