Ab sofort wollen wir euch an dieser Stelle ein Projekt fürs Wochenende ans Herz legen: Dinge, die man nicht mal eben zwischen Tür (Meeting) und Angel (Telefonkonferenz) erledigt, weil sie in der Regel etwas Zeit oder Muße brauchen, die man unter der Woche nicht findet. Wir fangen an mit: iTunes aufräumen.
iTunes aufräumen, das ist so ein typischer Zeitfresser. Der Vorsatz ist recht zügig gefasst, und die Umsetzung scheint ja nicht wirklich schwierig - man schmeißt eben raus, was man nicht mehr hören mag, oder? Und dann sitzt man nach sechs Stunden immer noch vor dem Rechner. Es gibt eben einfach viele Songs, die man erst nochmal anspielen muss, bevor man über ihr Schicksal urteilt.
Plant also genug Zeit ein. In 15 Minuten ist die Sache nur bei den Wenigsten erledigt. Ein paar Strategien zum Aufräumen:
» weiterlesen
Die eigenen Finanzen im Griff: Dabei helfen schon lange “normale” Programme für den eigenen Computer, in Web-2.0-Zeiten aber auch Online-Anwendungen. Summate.de ist so eine “web app” und erst seit ein paar Tagen am Start.
Seit Ende Mai 2007 haben Oliver Kaiser und Sebastian Erdbories an Summate gebastelt, vor fünf Tagen wurde die Seite schließlich für alle Nutzer freigegeben. Der Onlinemanager für Einnahmen und Ausgaben ist kostenlos, die Frage nach der zukünftigen Finanzierung ist noch nicht beantwortet. Die beiden Macher aus der münsterländischen, äh, Metropole Beckum legen großen Wert auf die intuitive und unkomplizierte Bedienbarkeit ihres Tools.
» weiterlesen
Sind wir doch mal ehrlich - das Internet ist voll von Dingen, von denen wir keine Ahnung haben. Oder weißt du auf Anhieb, wie lang eben 17 inches sind oder wieviele Euros 20.000 Yen entsprechen?
Es gibt natürlich für jede Plattform kleine Programme, die einem das Umrechnen verschiedener Maßeinheiten oder Währungen erleichtern sollen. Die Lösung für fast jedes Umrechnungsproblem ist aber viel naheliegender: Google. Einfach “ABC in XYZ” ins Suchfeld eintippen und schon hat man alles, wie man es gewöhnt ist.

So funktioniert auch “Yen in Euro”:
» weiterlesen
David Allen wurde im Podcast von Accidental Creative interviewt. Das Interview zeigt wunderbar, wie entspannt Allen mit seinen eigenen Ideen umgeht.
AC #57:
In this interview, we ask David how creative professionals can better implement GTD and find increasing degrees of productivity and freedom.

Behance, ein amerikanischer Hersteller von Produktivitätsprodukten, empfiehlt, abgeschlossene To-Do-Listen nicht wegzuschmeißen sondern an die Wand zu hängen.
When you complete a list of action steps, your instinct might be to throw the list away. After all, the work is completed! However, some creative professional teams take a different approach; they relish their progress. Some go so far as surrounding themselves with it.
Jetzt müsste man es nur noch schaffen, eine To-Do-Liste mal komplett abgearbeitet zu bekommen?
[via LifeDev]
Mir passiert es immer wieder, dass ich drüben bei neuerdings.com für einen Blogpost oder für eine Präsentation an der Uni ein Foto vom Internet benötige. Vor allem bei Pressebildern ist es häufig so, dass diese etwas grösser sind, als ich es gerne hätte. Meistens bin ich aber zu faul, um Fireworks zu starten (nein, ich habe kein Photoshop) und greife stattdessen auf den ResizR von Lord Lance zurück. Diese kleine Webapplikation ermöglicht es, Bilder rasch und unkompliziert zu skalieren (bislang werden jedoch nur JPGs unterstützt). Man kann entweder auf der Festplatte gespeicherte Bilder uploaden, mit dem Bildlink arbeiten oder (eindeutig die coolste Lösung) die Firefox-Extension verwenden.

Wenn man die Extension installiert hat, kann man auf ein beliebiges Bild im Browser rechtsclicken und dieses vom ResizR verkleiner lassen. Der Bildlink wird dann automatisch in den ResizR kopiert. Mittels Schieberegler kann man die Bildbreite angeben und da das Bild aus dem Cache geladen wird, muss man es kein zweites Mal laden (und warten). Nach einigen Sekunden erscheint das verkleinerte Bild, welches man dann auf der Festplatte speichern kann. Am besten versucht man es einfach selbst einmal.
Lord Lance: ResizR
Neulich sprachen wir hier über eine kleine Frage mit großer Wirkung. Schauen wir uns heute mal einen kleinen Unterschied an, den zu machen ähnlich hilfreich sein kann.
Es geht um den Unterschied zwischen “wichtig” und “dringend” - dabei handelt es sich um zwei Dimensionen des Begriffs “Priorität”. Dringend sind Aufgaben, deren fremd- oder selbstgesetzte Deadline schon entsprechend nahe gerückt ist; wichtige Projekte dagegen haben oft keinen solchen Termin, liegen uns aber typischerweise mehr am Herzen. Zwei Ein paar Beispiele: Dringend ist die Präsentation, die noch zu gestalten, das Geschenk, das noch für den Chef zu kaufen, oder der Termin bei der Autowerkstatt, der noch vor der TÜV-Untersuchung zu vereinbaren ist. Muss sein, steigert unsere Laune aber nicht gerade ins Unermessliche. Wichtig dagegen ist etwa die Verabredung zum Biergartenbesuch mit den Freunden, die man so lange nicht mehr gesehen hat, die Renovierung des Wohnzimmers, die schon so lange geplant ist, der Sprachkurs, den man schon im letzten Jahr machen wollte.
» weiterlesen
Das Telefon zwischen Kinn und Schulter eingeklemmt, mit der rechten Hand mitschreiben und mit der linken dem Kollegen etwas am Bildschirm zeigen: Schön, dieses Multitasking. Funktioniert aber nicht.
Im Gegenteil: Mehr als ein Viertel der Arbeitszeit werde verschwendet, so zitiert das Magazin SZ Wissen einen Forscher (der Artikel ist auch bei Spiegel Online zu finden). Der Grund: Die Umstellung von einer Aufgabe auf die nächste braucht eine gewisse Anlaufzeit. Im Alltag nur Sekunden, aber hochgerechnet auf Jahre und umgerechnet auf Volkswirtschaften kommen Milliardenwerte dabei raus. Dazu kommt, dass beim eifrigen Multitasken Fehler passieren:
“(…) Psychologen, Neurowissenschaftler und Ökonomen widersprechen mittlerweile einhellig: Der Mensch mache bei solchem Vorgehen haufenweise Fehler, sein Gehirn sei der Doppelbelastung nicht gewachsen.”
Und noch deutlicher formuliert:
“Multitasking fördert einen schizoiden Denkstil und lässt das Gedächtnis verkümmern”
Der Rat, sich auf nur eine einzige Sache zu konzentrieren, ist allerdings leichter gesagt als umgesetzt: Unsere Arbeitsumgebung können wir nicht immer beeinflussen. Deshalb kommen viele so gut zurecht, wenn sie am frühen Morgen noch vor 6 Uhr aufstehen oder nachts arbeiten; es ist ruhig in der Wohnung, das Telefon klingelt nicht, die Bauarbeiter reißen nicht die Straße vor dem Fenster auf.
» Leseempfehlung: “Schön der Reihe nach statt Multitasking” bei Spiegel Online
CNN Money hat ein ausführliches Profil über David Allen veröffentlicht, das im Detail beschreibt, wie er Getting Things Done entwickelt hat.
How David Allen mastered getting things done:
If you had told me in 1968 that I’d end up being a personal productivity consultant,” Allen says over dinner in Ojai, a small town near Santa Barbara, “I would have told you you’re out of your mind.”
Je mehr man sich vornimmt, desto mehr schafft man. Klingt komisch? Nicht für Menschen, die das Konzept der “strukturierten Prokrastination” anwenden.
Wer unter Prokrastination leidet, ist oft versucht, dem Problem damit abzuhelfen, dass er sich weniger Verpflichtungen auferlegt. Weil so viel zu tun sei, so der Glaube, kapituliere man vor der Masse und schaffe keinen Anfang. In der Folge sagt man Termine ab, nimmt keine neuen Aufträge mehr an, streicht Dinge, die nicht so dringend erscheinen, von seiner To-Do-Liste und … merkt schließlich, dass all das trotzdem nicht hilft, die wirklich wichtigen Aufgaben anzupacken.
Kein Wunder, sagt dazu John Perry, Philosophieprofessor in Stanford. Er geht das Problem genau andersherum an: Verpflichtungen sind prima, und das Aufschieben von Verpflichtungen auch - solange man es richtig macht.
» weiterlesen