Nur elf Minuten

Und noch ‘ne Studie: Eine Wissenschaftlerin hat bei einer Beobachtung in zwei “Hightech-Firmen” herausgefunden, dass sich die Mitarbeiter dort durchschnittlich nur 11 Minuten am Stück ein und derselben Aufgabe widmen können, bevor sie durch Mails, Anrufe, Kollegen oder ähnlichen Terror unterbrochen werden.

Das schreibt Spiegel Online und bezieht sich dabei auf einen Artikel der New York Times. Wenn man bedenkt, dass es eine knappe Viertelstunde braucht, bis man nach einer Ablenkung wieder mit voller Konzentration weiterarbeitet, überraschen einen auch nicht mehr die jährlich fast 590 Milliarden Dollar, die die hilflosen Multitasking-Versuche in Amerika laut Untersuchungen kosten. Eine ganze Forschungsdiziplin sei darum entstanden, heißt es bei Spiegel Online, die “Interruption Science”.

Na schön, gegen klopfende Kollegen kann man sich nicht immer wehren (außer man nutzt eher unkollegiale Kopfhörer-Tricks) – aber im Kampf gegen nervende Kommunikationstechnik gibt es doch bewährte Waffen: Abbestellen, ausblenden, abstufen, auf Info-Diät gehen. Ja, lesen die denn kein imgriff.com lifehacker.com, die Interruption Scientists?

» Hier entlang zum SpOn-Artikel mit einer halbinformativen Grafik und perfiden Ablenkungslinks mitten im Text. Und das hier dürfte übrigens der New-York-Times-Artikel sein, in dem es um die Wissenschaftlerin Gloria Mark und ihre Studie geht (nur nach Registrierung lesbar). Der Artikel ist vom 16. Oktober 2005. Die Spiegel-Autorin wurde offenbar ganz schön oft abgelenkt und unterbrochen beim Schreiben …

Mehr lesen

Zeit sparen: Ordnung im Geschirrspüler

15.4.2011, 18 KommentareZeit sparen:
Ordnung im Geschirrspüler

Kleine Dinge haben oft eine grosse Wirkung: Den Geschirrspüler richtig einzuräumen spart pro Jahr fast einen Tag. Ein Praxisbericht.

20.8.2010, 0 KommentareCult of Less:
Ein Nachschlag

Kelly Sutton, einer der Protagonisten der BBC-Story über den «Cult of Less», hat im Blog Boingboing mehr über seinen Lebensstil geschrieben.

Cult of Less: Die Extrem-Minimalisten

17.8.2010, 3 KommentareCult of Less:
Die Extrem-Minimalisten

Kelly Sutton ist 22 Jahre alt und ein «21st-Century Minimalist». Er besitzt wenig mehr als einen Laptop, ein iPad, einen Kindle, zwei externe Festplatten und ein paar Klamotten.

4 Kommentare

  1. Erwin
    schrieb am 1. August 2007 um 09:30 Uhr (#)

    Zugangskennung für NYT:

    Username cyberpunk
    Passwort cyberpunk

    Die gehen schon so lange, dass sie vermutlich auch nicht abgestellt werden.

  2. Christoph H.
    schrieb am 6. August 2007 um 19:05 Uhr (#)

    Die komplette Studie gibt es hier als PDF!

  3. Schreibt hier auf dem Blog Florian Steglich
    schrieb am 7. August 2007 um 01:50 Uhr (#)

    Danke, Christoph!

  4. Michael
    schrieb am 29. März 2009 um 14:27 Uhr (#)

    Wenn man bedenkt was heutzutage alles per Studie und natürlich von hochkarätigen Wissenschaftlern beobachtet, untersucht und bewertet wird! Ob diese Persönlichkeiten wohl gestört werden bei ihrer Recherche? Wir werden es wohl nie erfahren, da die zusammengefassten ausgesprochen informativen Studien nur über „ANDERE“ geschrieben sind.

Pingbacks

Pingbacks anzeigen...

Diesen Artikel kommentieren

Wir sind sehr an einer offenen Diskussion interessiert, behalten uns aber vor, beleidigende Kommentare sowie solche, die offensichtlich zwecks Suchmaschinenoptimierung abgegeben werden, zu editieren oder zu löschen. Mehr dazu in unseren Kommentarregeln.