Wählen sie 1 für Mensch

Damian Amherd, 24. Juli 2007 12:00 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

gethumanEin neuer Computer, ein neues Handy, ein neues Technikspielzeug. Damit ist es ja immer so eine Sache. Einerseits macht die Neuanschaffung viel Freude, andererseits benötigt man viel Zeit und Nerven, wenn einmal etwas nicht klappt und man auf die Hilfe des Kundendienstes angewiesen ist.

Ich zum Beispiel habe mich bei meinem alten Arbeitgeber fünf Monate lang mit dem Medion-Support wegen eines kaputten Laptops herumgeschlagen. Es gibt nun wirklich produktivere Tätigkeiten, als in der Warteschleife einer Telefonhotline Kenny G zuzuhören. Oftmals ist es auch so, dass, wenn man endlich einmal einen “Call Center Agent” (so nennt man diesen Beruf wohl) am Telefon hat, dieser einem auch nicht wirklich weiterhelfen kann (“Ich erstelle rasch ein internes Ticket, sie hören wieder von uns”).

Der Unternehmer Paul English hatte irgendwann mal genug von Kundendienst-Mitarbeitern, die ihn schlecht behandeln, und hat deshalb die gethuman-Bewegung gegründet. Erklärtes Ziel dieser Bewegung: Kunden sollen mit mehr Würde und Respekt bedient werden. Einerseits gibt gethuman genervten Kunden verschiedene Tipps, andererseits führen sie auf der Website eine Datenbank, in der beschrieben wird, wie man bei 500 Hotlines US-amerikanischer Firmen am schnellsten einen echten Menschen an die Strippe kriegt (so oft wie möglich die 0 zu drücken, scheint in vielen Fällen zum Erfolg zu führen).

Wenn es so etwas nur für den deutschsprachigen Raum gäbe …

» gethuman.com

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