Kurzfristig produktiv

Johannes Kleske, 31. Mai 2007 14:13 Uhr, 4 Kommentare Kommentare

Mit diesen 20 Tipps holt man auch aus kurzen Zeiträumen, die plötzlich frei werden, das beste heraus.

Es soll sie ja geben, diese Tage an denen man weniger zu tun hat und keine Aufgabe ansteht. Plötzlich sieht man sich mit zwei Stunden freier Zeit konfrontiert und weiß nicht, was man damit machen soll. Der heiße imgriff-Tipp: Spaß haben, sich in die Sonne legen, mit Freunden einen Kaffee trinken gehen oder einfach nichts tun.

Dann gibt es aber auch kurze Zeiten so zwischen fünf und 20 Minuten, die plötzlich frei werden. Z.B. wenn ein Termin ausfällt, das Flugzeug Verspätung hat oder man sonstwie warten muss. Lifehack.org hat 20 Möglichkeiten zusammengestellt, wie man diese kurzen Zeiten produktiv nutzen kann:

  • Lesen. Ich lese ungern längere Artikel am Rechner und drucke sie mir deswegen aus. So habe ich immer eine Mappe mit Artikeln dabei und kann die bei Bedarf hervorholen.

  • Eingangskörbe durchsehen. Diese Möglichkeit ist besonders praktisch für kurze Zeiträume, bei denen man nicht weiß, wann es losgeht. Wer dann sein Laptop parat hat, kann schnell ein bisschen mehr Ordnung in seine E-Mails und sonstige Eingangsboxen auf seinem Rechner bringen.
  • Telefonieren. Wer seine noch zu tätigen Anrufe auf einer Liste sammelt, kann diese jederzeit einsetzen, selbst wenn er keinen Rechner dabei hat oder kein Wlan verfügbar ist.
  • Geld verdienen. Wer einen Weg findet, seine Arbeit in kleine Schritte runterzubrechen, kann auch weiterarbeiten, wenn er nur sehr wenig Zeit zur Verfügung hat. Ich kann z.B. einen Abschnitt für einen Artikel schreiben.
  • Ablegen. Wenn sich ein Kollege verspätet, der zu einem Treffen ins eigene Büro kommt, kann man die Zeit nutzen und ein paar herumliegende Schriftstücke abheften oder Kontoauszüge sortieren.
  • Netzwerken. Auch zwei Minuten können reichen, um einem Freund oder Kollegen eine kurze E-Mail mit “Wollte mal hören, wie?s dir geht und was du gerade so machst?” schicken.
  • Feedreader ausmisten. Kurze Freiräume lassen sich auch hervorragend nutzen, um ein paar Feeds auszumisten.
  • Ziele überprüfen. Eine kleine Wartezeit kann dazu genutzt werden, mal rauszuzoomen und den Blick auf das ganze zu werfen. Wohin bewege ich mich gerade mit meiner Arbeit/meinem Leben, und ist das die richtige Richtung?
  • Finanzen updaten. Ich nutze Wartezeiten auch gerne, um Quicken auf den aktuellen Stand zu bringen, Rechnungen zu bezahlen, etc.
  • Brainstorming. Gut, wenn man immer sein Notizbuch dabei hat. Dann kann man die Zeit nutzen und Ideen für ein Projekt, einen Artikel oder sonstiges sammeln.
  • Schreibtisch aufräumen. In der Hektik des Alltags kann sich auf dem Schreibtisch so einiges ansammeln. Deswegen kann man die Zeit nutzen, wenn es nicht so hektisch ist und wieder klar Schiff machen.
  • Dehnen. Schon zehn Minuten Stretching kann dem Körper ungemein gut tun und ihn für die anstehende Aufgabe wieder fit machen.
  • Spazierengehen. Ein kurzer Gang um den Blog Block kann Wunder für einen gestressten Kopf und Körper tun. Der beste Tipp, wenn man bei einer Aufgabe feststeckt.
  • Nachfragen. Bei GTD gibt es die ?Warten auf?-Liste. Da kommt alles drauf, bei dem man etwas delegiert oder angefordert hat. Wenn etwas Zeit übrig ist, kann man bei dem einen oder anderen Punkt mal nachfragen, wie es aussieht.
  • Meditieren. Ähnlicher Effekt wie spazierengehen. Einfach für fünf bis zehn Minuten die Augen schließen und sich auf den Atem konzentrieren. Wer mehr Zeit hat, kann auch ein kleines Schläfchen machen.
  • Recherche. Schnell ein paar Links bei Google suchen oder einen Fachartikel zusammenfassen? Dafür braucht man keine Stunden. Und auch hier gilt wie bei vielen der anderen Tipps: Kleinvieh macht auch Mist. Wenn man immer wieder kurze Zeiten dafür verwendet, kommt am Ende durchaus was zusammen.
  • Planen. Über Projektplanung haben wir bei GTD noch nicht gesprochen. Aber kurze Zeiten lassen sich auch sehr gut nutzen, um etwas mehr Struktur in eine Sache zu bringen.
  • Vorbereiten. Wenn man noch auf den Kollegen warten muss, bis man zum Mittagessen gehen kann, kann man sich z.B. schon mal anschauen, was die nächste Aufgabe nach dem Mittagessen ist und ob man dafür schon etwas vorbereiten kann.
  • Früher kommen. Es ist immer besser, zu früh bei einem Meeting aufzutauchen als zu spät. Man kann die Zeit nutzen, um sich schon mal auf die Materie einzustellen und z.B. das Protokoll des letzen Meetings noch einmal durchzugehen.
  • Protokollieren. Wer seine Arbeitszeiten und Tätigkeiten aufschreibt, kann kurze Freiräume nutzen, um das Tagesprotokoll auf den neusten Stand zu bringen.

Soweit die Tipps von Lifehack. Dem würde ich gerne noch meinen persönlichen Tipp für kurze, freie Zeiten hinzufügen: aus dem Fenster schauen, den Alltag mal kurz pausieren und die Gedanken einfach wandern lassen.

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4 Kommentare

  1. Sandro
    schrieb am 31. Mai 2007 um 15:41 Uhr (#)

    “kurzer Gang um den Blog” – sehr schön. Déformation professionnelle?

  2. Schreibt hier auf dem Blog Johannes Kleske
    schrieb am 31. Mai 2007 um 15:48 Uhr (#)

    Haha, danke für den Hinweis.

  3. dirk
    schrieb am 1. Juni 2007 um 20:48 Uhr (#)

    ich moechte langfristig meine produkvitiaet erhoehen. ich haette dieses wochenende auch zeit um mich mit gtd zu befassen. ist das realistisch, einfach so an zwei tagen?

  4. Schreibt hier auf dem Blog Johannes Kleske
    schrieb am 1. Juni 2007 um 23:13 Uhr (#)

    Ein Wochenende ist gut, um einzusteigen. Aber für eine dauerhafte Implementierung braucht es vor allem Konstanz und Ausdauer.

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