Private Buchführung mit Burn (für Mac OS X)
Wir wollen hier in der nächsten Zeit die ein oder andere Software für die private (oder auch überschaubar professionelle) Buchhaltung unter die Lupe nehmen. Peter hat vor einer Woche bereits “Sackgeld” präsentiert, einen Taschengeld-Planer für Kinder. Heute gehen wir einen kleinen Schritt weiter und schauen uns Burn an, ein noch junges Programm in der Betaphase, über das ich neulich bei Lifehacker gestolpert bin. Warum “einen kleinen Schritt”? Weil Burn einen, nun ja, überschaubaren Funktionsumfang bietet - gerade das kann aber ja auch ein Vorteil sein. Aber von vorn:
Burn läuft unter Mac OS X, hat ein schickes Streichholzbriefchen-Icon fürs Dock (bei einer so häufig genutzten Anwendung nicht unwichtig) und ist ein simples Werkzeug für die, die sich öfter mal fragen, wo zum Teufel das ganze Geld schon wieder geblieben ist. Also erstmal für alle.
Es kommt mit zwei Programmfenstern daher: In einem bearbeitet man seine Ausgaben (angenehm: Mit Doppelklick lässt sich alles umbenennen und ändern, auch alte/gespeicherte Einträge), das andere bietet zusätzlich einen Kalender; beim Anklicken eines Datums ändert es sich auch im ausgewählten Eintrag. Auf die von anderen Apple-Applikationen gewohnte Variante mit aus- und einfahrbaren Fächern statt mehreren Fenstern haben die Programmierer von Burn leider verzichtet.
Die “Customizable Toolbar”, die auf der Herstellerseite gepriesen wird, ist eher ein Scherz. Außer den Icons ‘Eintrag hinzufügen’, ‘Eintrag löschen’ und ‘Drucken’ stehen nämlich gar keine zur Verfügung.
Die Liste mit den Ausgaben kann man nach Rubriken sortieren und so dann auch ausdrucken lassen. Die erzeugte Druckansicht ist nicht bestechend schön oder platzsparend, aber relativ übersichtlich:
Soweit ein nettes Tool.
Was mir jedoch auf Anhieb fehlt:
- * Die Möglichkeit, auch Einnahmen einzutragen. Mit Burn behält man lediglich den Überblick über seine Ausgaben, aber nicht über die vollständige finanzielle Situation.
- * Die Möglichkeit, wiederkehrende Ausgaben einzutragen. Ich will ja nicht jeden Monat von neuem meine Miete, Versicherungen etc. eingeben.
- * Die Möglichkeit, verschiedene Konten zu definieren, um zwischen Bargeld, Kontostand, Anlagen o.ä. unterscheiden zu können.
- * Die Möglichkeit, andere Währungen zu nutzen beziehungsweise das Dollar- ins Eurosymbol zu wandeln (oder wenigstens wegzulassen). Es ist auf Dauer merkwürdig, das ‘$’ dort zu sehen.
- * Visualisierungsmöglichkeiten, die mir in Balken- oder Tortendiagrammen zeigen, für welche ‘Kategorien’ (Freizeit, Wohnung, Essen, …) ich wieviel ausgegeben habe.
Also: Wer bloß wissen will, wohin sein Geld verschwunden ist, dem kann man Burn bedenkenlos empfehlen. Die meisten Anwender werden aber schnell an die Grenzen des Programmes stoßen (bei mir hat es etwa fünf Minuten gedauert). Da geht noch was, wir sehen uns weiter um.
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3 Kommentare zu diesem Artikel
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ckr
Cha-Ching für Mac OS X scheint mir da schon einiges weiter entwickelt. Leider ist es kostenpflichtig (40$!), aber dafür hält es sich an die Apple Design Guidelines… http://midnightapps.com/
(Täusche ich mich, oder weisen das Burn- und das Helio-Logo eine gewisse Ähnlichkeit auf? http://en.wikipedia.org/wiki/Helio )
mds
Wieso nennt jemand sein Programm für private Buchhaltung «Burn», obwohl es bereits ein gleichnamiges Brennprogramm für den Mac gibt?
eve
Es zeigt an wann man abgebrannt ist. ;o)
Vielleicht war das wirklich die Grundidee, die ist dann aber verloren gegangen. Verstehen kann ich nicht, das man seine Einnahmen nicht eintragen kann.