Die Pavlina-Tipps zur Produktivitätssteigerung
Von Florian Steglich am 9. Mai 2007 um 16:08 Uhr Kommentare (0)
Kategorien: Tricks, Vereinfachung
Steve Pavlina ist einer der bekannteren Productivity-Gurus aus den USA. Einer, der gern auch mal ein wenig esoterisch wird - inklusive persönlicher Heilsgeschichte mit Gefängnis, Schulverweis und grandiosem Kurvekriegen. Nichtsdestotrotz findet man in seinem Blog auch genug bodenständige Anregungen zum Thema “Personal Development”. Kürzlich hat Pavlina eine Liste mit 33 Tipps zur Produktivitätssteigerung veröffentlicht, die auf solchen Anklang stieß, dass er in Teil 2 und Teil 3 weitere 66 Tipps nachschob - im dritten Teil allerdings nicht ganz ernstgemeinte, etwa den Tipp “Iraqi Freedom”:
“When you’re bleeding time and money on a project that’s spiraling out of control, when morale is in the toilet, and when you can’t even get yourself to believe your own lies anymore, that’s the best time to go on vacation.”
Ein paar der anderen Tipps kennt man schon aus der Grundschule (’Belohne dich für eine erledigte Aufgabe.’), manche sind nicht wirklich hilfreich (’Werde schneller und mach’ früher Feierabend.’), und manche kann ich auch nicht weiterempfehlen (’Lesen kannst du auch während des Rasierens.’). Aber gerade die kleinen Tipps und Tricks können manchmal hilfreich sein - darum hier ein “Best of” Pavlinas 99 Tipps:
Bei vielen seiner Anregungen geht es darum, sich selbst kontrolliert unter Druck zu setzen:
- * Setze dir Mini-Milestones, die vor Feierabend erfüllt werden müssen - komme, was wolle.
- * Gib dir selbst nur 60 Sekunden, um eine Entscheidung zu treffen. Längeres Grübeln ist nicht erlaubt.
- * Schätze den Zeitaufwand und versuche, die Aufgabe in der halben Zeit zu schaffen.
Andere haben mit Ritualen zu tun, die man sich angewöhnen soll:
- * Kopple eine Aufgabe mit einer anderen: Gieß’ immer nach dem Frühstück die Pflanzen, lies deine RSS-Feeds immer in der zweiten Kaffeepause (und nur dann).
- * Nimm dir nicht vor, von nun an jeden Tag Liegestützen zu machen, sondern nur 30 Tage lang. Das ist deutlich leichter durchzuhalten - und hat man die 30 Tage erstmal überstanden, fällt das Weitermachen leicht.
Viele Tipps bestehen auch aus freiwilliger Informations-Quarantäne …
- * Setze dich mit deinem Laptop in den Garten - aber ohne WLAN und Handy.
- * Richte feste Zeiten ein, zu denen du nicht gestört werden darfst. Das hat schon Thomas Mann so gemacht: Wenn die Tür geschlossen ist, heißt das ‘Nicht stören!’ - jedenfalls nicht, bevor der Dachstuhl in Flammen steht.
- * Kündige Vereinsmitgliedschaften, bestelle Newsletter ab, trage dich aus Mailinglisten aus.
- * Rette deine wichtigen Projekte, indem du die abschießt, die - seien wir ehrlich - sowieso sterben werden.
… aus gezieltem antizyklischen Verhalten …
- * Sei ein early bird. Steh’ um 5 Uhr morgens auf und arbeite bis um 8 Uhr - in dieser Zeit stören einen höchstens die Vögel vor dem Fenster.
- * Geh’ einkaufen, wenn es keiner tut (siehe auch hier).
… oder aus bewusster Prokrastination:
- * Verzögere die unwichtigen Aufgaben: Was du liegenlässt, erledigt sich oft genug von selbst.
Und der effizienteste Tipp kommt gleich an allererster Stelle:
- * ‘Nuke it!‘ Der schnellste Weg, eine Aufgabe zu erledigen, ist, sie zu canceln.
» 33 Rules to Boost Your Productivity, Teil 1
» 33 Rules to Boost Your Productivity, Teil 2
» 33 Rules to Boost Your Productivity, Teil 3
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